Adversus
Album • 2010
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Als ein gar schönes Mädchen einst zum Bade ging Nackt wie die Sünde sich vorm silbern Spiegel salbend Zart ging die Hand den kalten Rand der Waschschüssel Als dort im Rund ein zuckend Leib den Blick ihr fing und Haarige Füßchen forschten im Schlund Gusseisern Rohr dort spinnendes Getier erbrach Tastende Beinchen kratzen über Porzellan Das Mädchen sich in kühler Abscheu beugte Mit grausamer Hand die Spinne in der Flut ertränkt Kleines Leben, hin bist du nun! Gespinste lauern überall Verstricken dich in manchem Gram Gefesselt und im freien Fall Spinnst du dir hin so manchen Wahn Die Hand des Mädchens mehr als einmal solches Leben nahm Grausamkeit und Schönheit, lasterhaft' Union Gerne über jedes kleine Wesen sich gestellt Ein Lachen so kalt wie scherbendes Kristall Doch Nächtens im Traume fror's ihr im Gesicht Gespinste lauern überall Verstricken dich in manchem Gram Gefesselt und im freien Fall Spinnst du dir hin so manchen Wahn Gespinste, bleich und zart gespannt Gewoben aus Gewissensangst Schnüren fort dir unerkannt Liebe, die du nie erlangst Sag' mir, oh sag' mir, was mag das denn sein? Ein Bild, mir so fremd, wie's im Schlaf nach mir greift Wände so hoch, und ich: allzu klein Und tosender Strom mit Gewalt mich dort schleift Nachts, wenn sie ruht, im Laken sich suhlt Ein Dröhnen und Pochen, ein Brodeln und Kochen Ihr fährt durch das Hirn wie seidener Zwirn Sich sanft um sie legt, ihre Lippen beschlägt Sag' mir, oh sag' mir, was ist dieser Ort An den mich der Traume in Zweifel verbannt? Die riesige Fratze, die drohet mir dort Bin ich das, die vor sich ums Leben gerannt? Kein Fliehen, kein Rennen, sie wird’s schon erkennen Beschützt sie im Reich dieses Traumes und gleich Erwacht sie im Zwielicht, wo jetzt ihr Leib ist: (Erkennt sie erschreckt) von Spinnweb bedeckt! Das schöne Kind von nun an auf der Flucht sich fand Und grausend sich im Zwang um jeden Schlaf gebracht Doch letzten Endes sie des Morpheus' Arm umschlang Und bald darauf, da fand man ihren toten Leib Die Augen im lautlosen Schrei geweitet
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Der Tag war klar Und seltsam schien Die Luft hell durchhaucht, sonderbar Kroch Wärme in sein Herz Sieh, dort ging er hin Auf seinem Wege und nie War ferner ihm der Schmerz Doch bald, mit einem Mal Da war'n Schädel mit Augen so kalt Und Fäuste in der Luft Ein Mann in jungen Jahren, der Beseelt von Kunst und guter Tat Sich beugen musste der Gewalt Er floh und endlich kam Er dorthin wo sein Herz ward so froh Und erdenschwarz der Duft Floh fassungslos vor all dem Wüten Unserer korrumpierten Zeit Sein einzig Fehler war das Denken Durch hunderte von Jahren Geschieden sind wir Brüder Trennt uns auch der Zeiten Abgrund Sehen wir uns wieder In Waldes Bann der Kirche Turm Ruhte im silbernen Licht Als er kam an der Gräber Ruh Wollte doch nur fühlen mit denn Sinnen seiner Phantasie und Forschen nach der Zeiten Bahn Hinter ihm die Amsel schrie Und als er sich umwandte, wolkte Die schwarze Wand aus Vogelleibern Plötzlich tat sich auf der Mund der Zeit und fraß ihn fort in einem Strudel ohne Halt, ohne Halt Rauch ward um ihn rum Und als keine Feder mehr fiel Brannte lichterloh die Kirche Fand sich wieder, eingezwängt von Toten Leibern, Feuer und Metall In den Kriegen alter Zeiten Durch das Meer der Zeit gereicht Reckt sich die Hand, die deine greift Er taumelte durch schwelend Brände Ein Schlachtfeld, brach, ringsum ihn her Visionengleich der Zeit entstiegen Schien kein lebend Wesen auf dem Plan Doch da fand er einen, der das Schlachtgetümmel überlebt und Als er ihm ins Auge blickt Schaut er in sein eigen Antlitz Mit Schwert und Schild von Häschern nun Gejagt flohen sie beide bald dahin Im Schicksal fest vereint und Als die Rettung ward alsbald Besiegelt gab der Krieger ihm Zum Abschied den Knauf seines Schwertes So kam er zu dem Ort, an dem die Fäuste zu mehren die Scham Mit feigen Worten ihn erwartet Wohl behalten aufgewacht in Unsrer Zeit und tief berührt des Fernen Bruders Stärke er nun Ein Strahl aus gleisend Mut Durchbohrte sein Herz ohne Wahl Und so zerschlug er sie im Grimm Fühlte immerfort und hört: seit Jenem Tag ward er ein andrer Und in seiner Hand ruht das Metall... Durch das Meer der Zeit beschenkt Des Schicksals Pfad zu dir gelenkt Durch hunderte von Jahren Geschieden sind wir Brüder Trennt uns auch der Zeiten Abgrund Sehen wir uns wieder? Durch Hunderte von Jahren Geschieden sind wir Brüder Einmal war das Tor uns weit Sehen uns nie wieder...
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Weltkrebs... Horche nur, horch' genau In der Wand dort, hörst du's auch? Leise und ganz fein Ein Kribbel-Kratzen... was mag da sein? Tief in der Wand unter weißer Tapete Pulst dort im Schlage ein Blutstrom dahin Unter den Dielen, da schlagen die Herzen Unserer Angst, nur ihr Pulsieren im Sinn Unter mir Es ist unter mir, über mir, neben mir Es ist auch neben dir, zwischen uns und überall Überall wächst dieses jenes leise Ding um uns Umwuchert und die Seuche Streifst du durchs Haus Wieder schlaflos und bang Folgen lidlose Augen dir aus jedem Spalt Liegst lauschend am Boden Das Ohr auf der Schwelle Wirst du geküsst von vibrierenden Haaren Wandelst allein durch geschäftige Straßen Siehst überall hinter jedem dunklen Loch Stränge aus halb lebend' rosig Fleisch sich schieben Drängt sich dir dringend der Gestank aus blindem Wuchs Unter mir Es ist unter mir, über mir, neben mir Es ist auch neben dir, zwischen uns und überall Überall wächst dieses jenes leise Ding um uns Umwuchert und die Seuche Hinter den Hüllen lauert Von Zivilisation ummauert Die ewige Krankheit des Menschengeschlechts Entwuchert sich als eiternder Wahn Unter den Hüllen dräuet Vom Strick der Konvention vertäuet Der ewige Krebs determinierter Seele Bricht sich in Zeitlupe Bahn Kaskaden aus Wirbelsäulen Katarakte aus Gedärm Fassaden voller Abszesse Konglomerate aus tumbem Hirn So wird es wachsen aus jedem faulen Schachte Aus jeder Seele, auch wenn's keiner merkt Wird überwuchern, was ich so verachte Dies' menschlich' Streben, die Wunde, die da schwärt Greif in die Dielen, zieh' heraus jeden Nagel Entblöße das Wuchern und sieh' ihm ins Aug' Fass' dir den Hammer, brich heraus das Gestein und Hol' hervor das Gewürm, das die Mauern durchseucht Geh' weiter ans Werk, und betrachte dich im Spiegel Ziehe in Streifen die Haut dir vom Leib Greif zu, frisch! Nur Mut! Reiß' heraus diesen Krebs Der zerstört deinen Geist, welcher einst war so rein Werde du selbst und bekämpf' diese Pest Aus Glaube und Dummheit und gemauerten Wegen Schlitze die Hüllen, reiß' nieder die Fassaden In dir und in allem Krieg allem Schein! Unter mir Es ist unter mir, über mir, neben mir Es ist auch neben dir, zwischen uns und überall Überall wächst dieses jenes leise Ding um uns Umwuchert und die Seuche Hinter den Hüllen lauert Von Zivilisation ummauert Die ewige Krankheit des Menschengeschlechts Entwuchert sich als eiternder Wahn Unter den Hüllen dräuet Vom Strick der Konvention vertäuet Der ewige Krebs determinierter Seele Bricht sich in Zeitlupe Bahn
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Dunkelsilbern Glanz Scheinbar hüllt das Grau Kalter Wände Kuss Der Straßen stiller Ruh‘ Eingefroren liegt Die Nacht im Augenblick Ein aufgeschlagen‘ Buch Kein Blättern führt zurück Und Zwischen all dem Winterschlaf da Klingt und singt ein fernes Lied, wo Eben noch nur Lärm mein Joch war Süßer Ton mir Balsam gibt Stimmlein, süßes Stimmlein Wo versteckst du dich in kalter Nacht nur? Zwischen all dem toten Leben Dieser grauen Stadt, und Magst du nicht gefunden werden Such‘ ich dich in jedem Haus Lauf‘ was du kannst oder Triff mich am Morgen! Einer Nacht Gewesenes Wie liegst du mir im Herzen Einer Nacht Gewesenes Du lässt mich nimmer los Ich sing‘ das Nihilistenlied Am Dom, da brennen Kerzen Für den Gott, den es nicht gibt Mein Traum, wo bist du bloß? Und Wenn ich einst gestorben bin Dann bleibt nur dieses Lied, denn Wenn die letzte Glocke fällt Begräbt sie auch den Dorn der Rose dieser letzten Nacht Und was mir auch geschieht, gilt: Einer Nacht Gewesenes Hab mich in dir verlor‘n Such dich immerzu Kein Kartenfleck bleibt weiß Hör dich singen fern Am Rande meiner feinsten Sinne Folge deiner Spur Die du mir gelegt Und wenn ich dich dann hab‘ Spielt Abendklang zum letzten Tanz Denn Nur einmal in jedem Sein Schenkt man uns die eine Nacht In der wir still verborgen blüh‘n und Uns verzehr‘n im letzten Feuer Sei der Morgen noch so kalt und Offensichtlich dieses Scheitern Such ich in der Wärme Halt, wenn Falkenherzen Flügel breiten
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
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Kaltes Licht, wie fällt's von oben Staub, der tanzt im Strahl verwoben Graue Wände fragen nicht nach Zeit Leichentuch, im Hauch sich regend Bleich' Gespinst sich sanft bewegend Drohend Form umspielt und blähet weit Darunter ahnt das Aug' die Linien Wülste sanft den Rand umspielen Meine Hand ergreift das Tuch und zieht Engel hier die Saiten greifen Teufel dort die Seelen schleifen Holzgeschnitztes Schicksalsrad man sieht Tausend Figuren erzählen im Rahmen Vom Säen all der Zwietracht Samen Unter dem Blattgold kündet das Holz von Dem was ungreifbar Ein Ding im Spiegel, hörst du es schrei'n? Zu folgen heißt, einen Dämon befrei'n Und freiet dein Blick dieses spiegelnde Funkeln Fällst du dem And'ren anheim Ein Ding im Spiegel, hörst du es rufen? Steig' nur hinauf die staubigen Stufen Besuche dich selbst durch das gläserne Tor Eile dem Wahnsinn zuvor Zart liebkost die Hand die gläsern' Wüste, und wo einst gewesen Spiegelnd Blitzen, ist's ganz grau und blind Die flache Hand zieht sacht im Staube Bahnen weit, und fast ich glaube Zu erkennen, doch das Bild zerrinnt Mit beiden Händen streife ich zaghaft Den Schmutz von dem Glas Und werde dann habhaft Der eigenen Züge, dieses Bildnisses Welches mir wohl bekannt Sanft fahr' ich die Linien meines Gesichtes Wiege mich eitel, denn niemand sieht es Spieglein, oh Spieglein! Wer ist die(der) Schönste Im ganzen Land…? Doch plötzlich, oh sieh' doch… Kann das denn sein? Das Antlitz im Spiegel dort Ist nicht mehr mein! Wo eben noch tanzte Bekanntes Dreut nun ein fremder Schemen Ein Ding im Spiegel, hörst du es schrei'n? Zu folgen heißt, einen Dämon befrei'n Und freiet dein Blick dies' spiegelnde Funkeln Fällst du dem and'ren anheim Ein Ding im Spiegel, hörst du es rufen? Steig' nur hinauf die staubigen Stufen Besuche dich selbst durch das gläserne Tor Eile dem Wahnsinn zuvor Das Ding im Spiegel kennt meinen Namen Es flüstert und wispert: So hab' doch Erbarmen Seit vielen Jahren bin ich Gefangene Dieses Kerkers Du bist ich, und ich bin du So biete ich dir nun ewige Ruh' Tritt in den Spiegel, Eins werden wir sein Auf ewiglich Hier ergreift meine Hand den Schemel Dort die Fratze faucht im Nebel Ein Schrei, ich schleud're das Holz Und Scherben regnen! Ein Ding im Spiegel, hörst du es schrei'n? Zu folgen heißt, einen Dämon befrei'n Und freiet dein Blick dieses spiegelnde Funkeln Fällst du dem and'ren anheim Ein Ding im Spiegel, hörst du es rufen? Steig' nur hinauf die staubigen Stufen Besuche dich selbst durch das gläserne Tor Eile dem Wahnsinn zuvor Ein Ding im Spiegel, hörst du es singen? Wag' nicht dein eigenes Selbst zu bezwingen In deiner Seel' wohnt ein schauriger Geist Unter dem trägen Schein Ein Ding im Spiegel, hörst du es säuseln? Flach wie der See, doch die Wellen, sie kräuseln Dort wo der Steinwurf die Hülle durchfährt Bis in die Tiefe hinein Hinein!
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Tief in Gedanken die Wege ich geh‘ Ein Fuß vor den and‘ren, und nehm ich die Hand Die mir das Jahr reicht dort wo ich nun steh‘ Im Schatten der Mauern, mir wohlbekannt Und wie so oft ist der Zweifel mein Freund Und auch Frau Angst reckt die Finger nach meinem mutigen Schritt Denn wie könnt ich gewiss sein dass nicht der Weg ein dorniger ist? Dort vorn‘ am Torweg der Efeu mich grüßt Ranken am eisernen Spieße sich winden Gleich meinem Zagen in Kreisen sich schließt So treibt mich die Sehnsucht, sie hier zu finden Und wieder hier, wie jedes Jahr Suche ich rastlos, prüfe die Wiesen Laufe die Wege, zähle die Stufen Bis dann mein Auge erblickt, was mich schaudert: Sieh‘, dort draußen brennt Ein Licht verlor‘n am Wegesrand Sanft und rot die Flamme glüht Und die, die‘s hingebracht, irrt Frierend irgendwo dort draußen Such! man sieht fürwahr am Morgen nur den kalten Docht Wieder für ein Jahr …Am Morgen nur den kalten Docht, wieder Für ein Jahr Wenn uns am Abend die Sonnenuhr ruft Erscheint mir ihr Bildnis im Schatten der Linden Umarm‘ ich den süßen Leib, atme den Duft Und dann am Morgen fühl‘ ich sie schwinden Nur diese einzige Nacht, die uns beiden Bleibt, schenkt den Willen zu halten mir dieses Leben, doch ist‘s nur ein trauriger Schein, denn Küsse ich ja nur den Hauch ihres Geistes Jahr für Jahr da such‘ ich ihr Totenkreuz am Weg Find‘ Scherben der Erinnerung und Lichter, brennend rot Jahr für Jahr verfluch‘ ich ihr Bild und plötzlich steht Ihr tot geglaubter Leib im Licht und lindert meine Not Viele Jahre nun ist es bald her, dass sie mit ihrem zarten Leben Schloss und mir tiefe Dornen der Verzweiflung Trieb, doch überwand das Band ihren Tod Grablichtkind, wie fehlst du mir, und bist nur Illusion Bin doch so wirklich wie die Liebe, dafür dir der Lohn Grablichtkind, verweil‘ diese Nacht in meiner Welt Komm‘ wieder auch im nächsten Jahr, solang das Band uns hält Komm‘ wieder auch im nächsten Jahr, solang das Band uns hält Denn Sieh‘, dort draußen brennt ein Licht Verlor‘n am Wegesrand Sanft und rot die Flamme glüht Hält für sie die Wacht und Eines Tages folg‘ ich ihr So sieht man denn fürwahr Am Morgen nur zwei kalte Dochte Wieder für ein Jahr …am Morgen nur zwei kalte Dochte wieder Für ein Jahr
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Krankenbleich gleichgültig fällt Silberner Strahl durch Gitters Stahl Ikonengleich mein Dasein erhellt In diesen Mauern, moosig und fahl Als dort im Schloss der Schlüssel sich dreht Die Schergen, sie kommen zu holen den Leib Dieses Menschen, der meinen Namen trägt Zerrt man mich unter der Sonne Neid Doch was euch entgeht, ist jene Erkenntnis Dass ich längst gegangen von diesem Ort Und höret von diesen Lippen ein Bekenntnis Dass ihr nicht könnt erlangen jene, die dort… Wundergleiches Farbenspiel Ertönt in meinem Geiste… Feuersbrunst im Jammertal Tosende Glut in der Stirn Verbrennt das Leid von Mal zu Mal Welch' Segen, dem Feuer zu schwör'n Und wenn denn einst meine Stunde naht Am Ende des Weges fürdar Soll Asche sein mein heißes Grab Reinheit des Wesens so klar! Eurer Reden Geiseln die weiter nichts als Rauschen Ferner Meere Schaum, die branden ungehört Eurer Gesten Zähne von Schlangen, die da krauchen In Schlammes dunklem Pfuhle, von meinem Tritt zerstört Wundergleiches Farbenspiel Ertönt in meinem Geiste Holt nur meine Existenz Mein Leben kriegt ihr nimmer! Feuersbrunst im Jammertal Schwelender Brand in der Stirn Verbrennt den Schmerz von Mal zu Mal Katharsis, dem Feuer zu schwör'n Und wenn denn einst meine Stunde naht Am Ende des Weges fürdar Soll Kohle sein mein schwarzes Grab Reinheit des Wesens so klar! Verborgen im Wald, da badet mein Herz im Nektar der blauen Blume am Strauch Liebkost meine Wange der Untiere Pelz, jag ich mit Falken aus feurigem Strahl Lacht nur und spottet, so weiß ich's doch eher. Schlagt und bespuckt mich, es tut mir nicht weh Denn in meiner Brust, da lodert ein Kern so gleisend, dass dagegen eure Welt hier verblasst Und plötzlich, da sprengt es die Welten entzwei Flammen verzehren von innen heraus Meinen Leib und es öffnen sich Tore dabei Führ'n mich ins Elysium, radieren euch aus Einmal nur brennen, alles verzehren Gleichsam erfüllt und erlöschend so ganz Von innen verglüh'n unendliches Begehren Ewige Kunst und ewiger Glanz Feuersbrunst im Jammertal Freiheit, die zeichnet die Stirn Verbrennt den Hass ein letztes Mal Welch' Abschied, dem Feuer zu schwör'n Und wenn denn einst schlägt die Stunde mein Am Ende des Weges für dar Soll Feuerbrunst ein Grab mir sein Reinheit des Wesens so klar! Feuersbrunst im Jammertal Verbrennt den Hass ein letztes Mal Verbrenne! Verbrenne, du mein Sein! Verbrenne…
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Still… spielt das Licht Auf dem Weiß deiner Haut … deiner Haut Sacht… rührt der Wind durch dein Haar Will's verweh'n …will's verweh'n Stolz… trägt die edelste Haltung den Gang …trägt den Gang Rein… wärmt dein forschender Blick Sanft die Höh'n …sanft die Höh'n Tief… in Gedanken vorüber du fliehst … du fliehst Berührt… dort im schmutzigen Lager ich ruh' …dort ich ruh' Ein Bettler, ein Streicher, ein heimlicher Schleicher Ein Gaukler, ein Räuber, ein schmutzig' Freibeuter Nicht würdig des Blickes aus königlich Augen Doch dann schlägt mein Finger die Laute Dein Herz will's nicht glauben Ich schenke dir dieses minniglich' Lied Auf dass dieser Kosmos deiner Schönheit sich rühmt Und mit jeder Note vermache ich dir Universen aus singender Klage Lausch' nun gespannt… einer Mär Die erzählt von der Qual …von der Qual Als ein jung' Ritter… Gelobet der Minne mit Stahl …mit Stahl Und schrecklich versagt, bei der Probe verzagt Die Liebste verraten, sich selbst nicht zum Schaden Den Schwur nicht gehalten, der einst ihr gegolten Sich selbst treu ergeben, doch muss mit dem Fluch er nun leben Doch singe ich dir dieses minniglich' Lied Auf dass dieser Kosmos Deiner Schönheit sich rühmt Und mit jeder Note vermache ich dir Universen aus singender Klage "Jung Ritter lere So wechst dein ere Kunst dy dich zyret in krigen hofiret Ringens gut fesser sper swert und messer Menlich bederben in andern vorterben" Doch wie mag man Ritter sein Wenn man sich selbst nicht kennt? Niemals geblickt in die eigene Schwärze Seitdem ich dieses tat Hat mich ein Fluch versklavt Ewige Suche, doch endet sie hier "Sta bi la mich den wint an waejen Der kumt von des mines herzen kuneginne Wie mohte ein luft so souze draejen Em waere al uz vil gar ein minne" "Do min herze wart verdriben Dass wart von ir enthalden; Doch wunsche ich des Got müeze ir eren walden Ir mund daz ist rosenvar; Sold ich si kussen ein mal So mües ich niht alden" Du, deren Wärme und Schönheit mich rühret Gerettet mich hast, mit Liebreiz verführet Den Dienst meines einst leeren Daseins ich gebe Nun in deine Hände zu zahlen an dir meine Schuld Drum singe ich dir dieses minniglich' Lied Auf dass dieser Kosmos deiner Schönheit sich rühmt Und mit jeder Note vermache ich dir Universen aus singender Klage Oh, nimm doch von mir dieses minniglich' Lied Auf dass jeder Feind deinem Schritte entflieht Als schützender Schatten, so folge ich dir Mit Laute und Schwert dir zur Seit'
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Als Orpheus in das Dunkel ging So folgte er Eurydike Sie zu retten aus dem Schlund der Unterwelt Und scheiterte Und wenn ich nun ins Dunkel geh‘ Sag folgst du deiner Liebe Dorthin wo die Stufe bricht Am Grund der Wendel tiefster Stiege Als sich zu früh umgeblickt Der Held nach seiner Liebsten Zog der Hades sie hinab Wo die Schwärze ward am tiefsten Und wenn du steigst mir nach In den Keller meiner Seele Wird reißen dein Verstand entzwei Wenn ich mich umdrehe? In uns allen steckt ein Ort Der entsagt jeder Fantasie Sieh mich an, ich war schon dort Und jenes Grauen verlässt mich nie Folge mir nicht nach auf meinen Wegen Pfade führ‘n dich auf, aus meiner Welt Warte nicht auf mich in diesem Leben Stufen führ‘n hinab, so ungezählt Kellerkind ! Find‘st nie heraus…! Dort unten wo die Wände flüstern Jede Tür ins Dunkel führt Singen Steine meinen Namen Bleiches Moos die Haut berührt Jeder Gang ein neuer Mund Der mich in die Schwärze zieht In den Abgrund meiner Kindheit wo das Licht die Schritte flieht Tiefer, tiefer malt mein Schritt Jede Stufe saugt den Tritt Abwärts und kein Weg mir glückt An das Licht wo ich ließ dich einst zurück Jedes Herz ist ein Labyrinth Manches flach – manches tief, mein Kind Und wenn ich nicht den Rückweg find Halt‘ dich nicht auf Und folge nur dem Frühlingswind Warum stehst du dort und schaust so traurig Hörst du nicht den Sang der fernen Welt Hier drinnen bin nur ich Und bald schon geh‘ ich Stufen führ‘n hinab, so ungezählt Folge mir nicht nach auf meinen Wegen Pfade führ‘n dich auf, aus meiner Welt Warte nicht auf mich in diesem Leben Stufen führ‘n hinab, so ungezählt
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Schlaf, taubstummer Schlaf Von meinen Wimpern trinkst du nicht die Zeit Hell, hellwach und grell Schlägt mir das Pendel der Uhr Die Stunden breit Klar, uhrgläsern klar Finde ich vor des getanen Werkes Wert Sieh, was ich ersann Spinnt sich durch die Welt Zeugnis meiner List Messt nur die Zeit die unter euch ich weile Zehn eurer Leben wären nicht genug Treibt um euch Frage, warum ich euch meide Schön, dass ihr fragt… Doch die Antwort wäre Trug! Weh, ein nah-fernes Weh Treibt mich hier um und immer nur voran Sog, gieriger Sog Zerrt mich davon, Schlaf ist ferner Wunsch Mein Haus ist groß und es hat viele Türen Jede birgt ein dunkles Tier Aus Bildern, Worten… reißende Bestien Der Plan heißt Suche, folgst du mir? Grauenhaft schreitet mein Schicksal Toter Mann, doch dem Sterben versagt Lebe ich fort zu sehnen die Labsal Ferner Liebe unverzagt Sag, wo ist mein Herz geblieben Dort in all den dunklen Jahren Fort ist es, fort! Sag, wohin der Wind getrieben Meiner tiefsten Träume Scharen Ferner, ferner ist der Ort! Und tausend Wege weit Doch wenn alles brennt wird verstehen Ein jeder, sofern sie nicht stahlen Sein Hirn, und so wird er vergehen Und für all die Dummheit bezahlen Weiter, weiter, nie stagnieren Niemals nie den Mut verlieren Doch Tapferkeit ist keine Menge Die zu zählen sich verfänge Wem die Stunden ewig schlagen Oder die letzte, wer mag‘s sagen? So halte mir, obgleich unerkannt Als schützend Geist die kalte Hand Sag, wo ist mein Ziel geblieben Dort in all den dunklen Jahren Fort ist es, fort! Doch wenn alles fällt wird verstehen Ein jeder, sofern sie nicht stahlen Sein Hirn, und so wird er gestehen Sich all diese Schmach und nicht prahlen Weiter Immer weiter Schneller Immer schneller Eines Tages, da wird mich wohl finden Die Stunde meiner letzten Ruh‘ Das Werk vollendet werde ich schwinden An meiner Seit‘, da linderst du Geist, der meine Sehnsucht schürt Die Schmerzen meiner letzten Tat Aus Worten, Bildern die zu spinnen Ich in dieses Leben trat! Sag, wo bist du steh‘n geblieben Dort in all den dunklen Jahren Fort bist du, fort! Sag, wo ist dein Bild geblieben Dort in all den dunklen Jahren Fort ist es, fort! Sag, wohin der Wind getrieben Deiner Lippen leises Lied Als ein dunkler Mond sich schob Vor uns‘ren Stern und blieb Doch wenn alles brennt wird verstehen Ein jeder, sofern sie nicht stahlen Sein Hirn, und so wird er vergehen Und für all die Dummheit bezahlen …werd’ ich für die Sehnsucht… …bezahlen
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
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