Adversus
Album • 2005
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Sonnenscherbe, sterbend fahl, regnet auf das Glas Schattenschemen springen von Beton hin zu Asphalt Schmutz, Gestank und Menschenschlangen treiben wohl dahin Und ich, ja ich, bin einer unter vielen Lauft nur, Menschlein, zirkelt Straßen Mehret fleißig Hab und Gut Doch bald, ja bald, da ziehen sie heran Dröhnende Wolken, schwarz wie der Tod Immer schneller dreht das Rad (sehenden Auges...) Immer tiefer reisst der Fall (...flieht ihr in das eig'ne Grab) Immer weiter schwingt die Sense (Kein Entrinnen) Bis das Schnittwerk fault am Grund, rattengeplagt Die letze Glocke, sie fällt Hinab in den Schmutz dieser Welt Bronz'ner Klang schlägt taub In den Staub Die letze Glocke, sie fällt Hinab in die Realität Neonmeer, Diodenschein, Kaskaden voll von Schall Irrung und Verführung geben unheilig Geleit Lasst ab von mir, ich kaufe nichts, nicht mal euer Glück Denn ich, ja ich, kann eure Lügen zeichnen Baut nur euer Babylon Höher steigt der Hybris Flug Doch schon, ja schon, fressen Risse sich durch dieses Kranke Fundament des Weltengebeins Die letze Glocke, sie fällt Hinab in den Schmutz dieser Welt Bronz'ner Klang schlägt taub In den Staub Die letze Glocke, sie fällt Hinab in die Realität Zweitausend Jahre schlug sie immerfort den Takt Umdröhnt von Kanonen, im Blut der Vernichtungslager Bezahlt mit dem Gold uns'rer Freiheit spielt sie das Lied Der Anpassung, hör' sie nur gierig nach deiner Seele schrei'n Wie wir's zu drehn und zu wenden belieben Nichts bleibt zu tun, woll'n den alten Sarg versiegeln Was wir auch trachten, sehnen unter Schmerzen Leb' wohl, Abendland, wir löschen die Kerzen Wenn ihr nur wüsstet, oder ahntet... All der Schein erbeutet euch Doch ich, ja ich, ich wandle unerkannt Brennende Fackel im Wahn dieser Welt Immer lauter bricht das Dach (Hörenden Ohres...) Immer weiter schwankt die Säule (...Begrabt ihr euch im Haus aus Sand) Immer schneller fällt der Balken (Staub zu Staube) Und hoch vom Turme stürzt das Abendlandsymbol Die letze Glocke, sie fällt Hinab in den Schmutz dieser Welt Bronz'ner Klang schlägt taub In den Staub Die letze Glocke, sie fällt Hinab in die Realität "Friede auf Erden"? ...Dass ich nicht lache! Auf dass dieses Trugbild den Brand nur entfache! Den Menschen ein wohlig Gefallen Die letze Glocke, sie fällt Hinab in den Schmutz dieser Welt Bronz'ner Klang schlägt taub In den Staub Die letze Glocke, sie fällt Hinab in die Realität Was kümmert mich eure Welt, die ihr längst zertrümmert?
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Du, oh schönes Weltgebäude Magst gefallen wem du wilt Deine scheinbarliche Freude Ist mit lauter Angst umhüllt Denen die die Stille hassen Will ich ihre Weltlust lassen: Mich verlangt nach dir allein Bringer allen Endes mein Komm', oh Tod, du Schlafes Bruder Komm' und hole mich nur fort Löse meines Schiffleins Ruder Bringe mich in sich'ren Port Es mag wer da will dich scheuen Du kannst mich viel mehr erfreuen Denn durch dich komm' ich hinein In den Sog des Endes mein In den Sog des Endes, mein
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Abendklang, wie bist du mir vertraut in traubendunkler Nachtumarmung Senkst lächelnd deine trüben Hände in den summenden Stock des Wespenvolkes Die Uhr schlägt acht und achtmal bin ich hingeschlagen vor dir und durch dich Abendklang Ruhelos und voller Hass betracht' ich mir summend die blutende Sonne Wo werde ich sein, wenn der Morgen mir mit belegter Zunge graut? Was werde ich tun, wenn die Uhr sorgsam und unerträglich langsam rückwärts tickt? Wie soll ich schlafen unter jenem grinsenden Wolkenschwer? Wo bringt die Nacht mir ein schwankendes Dach? Bin ich allein auf den unergründlich hallenden Straßen des Mondlichts? Kann ich mich fassen und wie ist mein Kurs? Was schreit die kleine Amsel im schwarzklammen Park? Und wo magst du sein, wenn ich wie ein Kind leise weine um dich? Abendklang, wie ängstigst du meine Ohren mit bitter raschelnder Blätterstille? Und sieh' nur, die Bäume im blauen Dunst jenes Weges dort Auch Glocken und Stimmen von Ferne, wie früher, tönen sie golden gleich Und doch singen sie Zukunft, nur ohne meinen Namen
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Winterseele... Oh, wie wohl ist mir am Abend, wenn ich in den Tod mich denk' Allzusehr zerreisst, verbrennt mich Hass auf das Gewürm Im Boden eurer Worte, könnt' ich schaufeln mit der großen Kelle Tilgen dieses Sakrileg, Gewalt an meiner Innenwelt Nehmt die Welt als eure Hure, schreit herbei den Mummenschanz Zahlt mit Blut, doch nicht das eig'ne ...Wir sind ja nicht blöde, nein! Eingeworfen gleich der Münze in den Automat der Welt Rädchen, dreh dich...Schalter, drück dich. Zieht euch einen Plastikmensch Tod und Feuer feiern heuer Mammons Feste wilden Schwarm Und sei der Zoll auch noch so teuer Fliehe ich des Zeitgeists Arm Funktionieren... Funktionieren, abservieren und dazu ein weiser Rat Immer stramm und, jawohl, aufrecht! ...Dreht sich schon der Magen um? Nein, nicht nur der! Auch Frau Ethik rotiert kreiselschnell im Sarg Ach, läg' ich nur ganz nah bei ihr und rotierte fleißig mit Wo sind all die Blumen hin? Gott hat sie zerrieben (Wo ich suche und auch fluche) Zwischen pergament'nen Bücherdeckeln ruhen sie (Eurer blanken Nähe Schein) Auch meine Blume liegt zerdrückt im Himmel schon seit vielen Jahren (Will doch fühlen, tief ich wühlen) Und mein konserviertes Herz ruht still in Formalin (Nah und doch ganz ferne sein) Wenn Dummheit und auch Spott obsiegen Will ich mich verweigern der Gnade weich im Bett zu liegen Allen leichten Glaubens schwer Fort, ganz weit fort von hier Jenseits von Trug und Lüge Zieht ein so fragiler Stern Im Dunkel seinen Kreis Tief, ganz tief in mir In Mikrokosmen fliege Ich im All der Wahrheit gern Und zahle stolz den Preis Gleich und gleich gesellt sich gern Dreck bleibt oft in Fugen kleben Der Bosheit Sumpf mag Wege sperr'n Und Neid mag feine Netze webe Ganz entsagen, widerstehen Alte Sagen brennen sehen Bleib' steh'n! Diese Rose schenkst du mir mit deiner Liebe sanft Ich sehe, die Rose Dornen hat, den schneidend' Schmerz ins Fleisch dir rammt Komm, sprich, ist dies' Leben nicht voll ungesagter Lieb' zu mir? Dies' Leben grämt dich bitterlich, so bitte mich: Laß ab von dir... Krank gemacht... Ja, krank gemacht hat mich die Sehnsucht Sucht gesehnt nach Illusion Utopie, gesät in mir und wilde Blüten es dort trieb Zu Gärten voller Licht und Wärme Warm ward mir in tiefster Mitte Wo ich barg die Blume mir Aus tiefster Liebe Truhenschloss Doch nun will ich, und seid versichert: Sicher sein vor allen Räubern (Ewiglich will ich enthalten) Meiner Träume Kerzenschein... Scheint so, dass ich nicht mehr spiele (Allen fernen Träumen mich) Euer Spiel, gezinkte Karten, nichts geht mehr, die Tür ist wieder (Kalt in tiefer Seele sein) Zugeschlagen, reingeschlagen, schlagt mich ruhig (Ferner Stern, der kreist in sich) Ich spür's nicht ...mehr! Fort, ganz weit fort von hier Jenseits von Trug und Lüge Zieht ein so fragiler Stern Im Dunkel seinen Kreis Tief, ganz tief in mir In Mikrokosmen fliege Ich im All der Wahrheit gern Und zahle stolz den Preis Wo ich suche und auch fluche Eurer blanken Nähe Schein Will doch fühlen, tief ich wühlen Nah und doch ganz ferne sein Ewiglich will ich enthalten Allen fernen Träumen mich Kalt in tiefer Seele sein Ferner Stern, der kreist in sich...
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Die Zeit steht still Im Anblick ihres Gesichts Steht still und schaut Minuten, Stunden, Jahre Wohlvertraut Was sich auch wandeln mag Sie steht doch unverzagt Bis Himmel ändern den Kurs Und die Zeit den Eigenen Namen beklagt Eros zieht Kreise, nieder und auf Geblendet von ihrer Augen Glanz Das Schicksal zu Füßen gefangen ihr liegt Verurteilt und erobert ganz Mein Herz zieht Kreise Nieder und auf Geblendet von ihrer Augen Glanz Mein Schicksal zu Füßen gefangen ihr liegt Verurteilt und erobert ganz
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Manchmal, wenn ich ganz allein Auch unter Menschen will mich sondern Gehalten von der Kerze Schein Betracht Veracht Was tut da wandern Gekreisch, Gedöhns, nebst Lug und Trug Ans Wort klebt schaler Schneckenlaich Da will ich nie mehr NIE MEHR Reden ...Für immer schweigen Hier und gleich Manchmal, wenn ich ganz für mich Hier sitz' und schwöre: Ewiglich Will immerzu ich Stille loben Da regt sich tief das alte Sehnen Und obwohl dem Wort entzogen Entsagt Verzagt Wünsch ich mir innerlich Geliebter Lippen leise Wogen Die den Schwur zu brechen wähnen Und wenn dann dort die Türe geht Und steht Dort unverhoffter Glanz Betörend schön, verstehend still Stiller Wasser Blick verstehend Und wenn dein Blick mich wissend will Entfohen aller Welten Hatz Zerbricht die Welt an jenem Satz: Du bist es Flüst're ich.... ....vergehend
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Komm nicht näher... Niemals, nicht fürs Pfand meines Lebens Hätt' ich die Gewissheit getauscht Daß all meine Hoffnung vergebens Zu sehen, was mich nun berauscht Es trifft mich der Schlag deiner Augen Das Lied deiner Stimme fegt alles hinfort Oh Schöne(r), ach könnt' ich nur glauben Ein Wesen wie dir sei mir Hort Sag' mir, was denn liegt dort am Grund dieses Sees (Am Grund dieses Sees liegt nur totes Gebein) In tief dunklen Wassern, vergraben im Sand (Meiner Tage, die Frucht eines Baumes der Angst) Fallen will ich in den Abgrund der Nacht (Dein Herz, zu fragil für solch eine Pein) Deiner Augen zu finden, was mir unbekannt (So flieh' meine Kreise, solang' du noch kannst!) Bist du's? Wer weiß? Die Zeit liegt gefrohr'n, macht sich ewig Der Nachtfalter trudelt ins Licht In dir zu verglüh'n macht mich selig Gott weiß, ich ertrage es nicht Komm, Schmetterling, flieg in die Hände Der Staub deiner Flügel benetze wie Glas Den Mund, und nun finde dein Ende Dort, wo kein Falter je saß Gleich dem wilden Tiere lock ich dich nun an ( Die Hand, die du legst mir auf Narben, so alt ) Ganz zart meine Hand tief im Wolfsfell so schön ( Wie Erdkruste sprengen die Schrunden dahin ) Ob Zähne, ob Klauen, nichts schrecken mich kann ( Oh weh' mir, was tust du? ...Was wird aus mir bald ) Denn hinter der Maske hab ich dich geseh'n ( Wenn ganz ohne Klauen und Maske ich bin? ) Am Tag, als ich ward deiner Schönheit gewahr Dein Anblick tief in mir die Sehnsucht gebar Zu berühren dies Antlitz ein einziges Mal Seitdem bin ich Unrast, mir bleibt keine Wahl... Im Strom deiner Hand, da treibt mein Gesicht Wie Regen auf trockenem Sand Als williges Opfer wehr ich mich nicht Denn Bittersüß schmeckt unbekannt So folge ich dir in den Schatten Bestaune dich stockend und still Dein Name ist mir längst veraten So fessel' mich, weil ich's doch will... Folg' mir So folg' mir! Ins Lichte hinab? ...Folge und trau' dir Sieh', was ich hab! ...Auf immer dich sehen ...Bin diesseits der Wand Fang' deine Tränen In samtener Hand Du bist es... ...ich weiß! Ich bitt' dich, bleib fort mir, sonst reiße ich dir Das Herz aus dem Leibe, den Puls aus der Brust Doch bannt mich der Zauber, dein Anblick und mir Stirbt weg all die Angst, regt sich die Lust Ganz gleich ob nun Untier, ob Teufel du seist (Wie könnt' ich da halten den düsteren Schwur) So will ich dich ganz und gar halten in jenem (Und nicht an dir trinken und glühen vor Gier) Sturm dieser Nacht, die uns Leben verheißt (Das grausame Nichts ist Erinnerung nur) Nun küsse die Haut, die ich hin dir gegeben (So küss' ich die Haut die nun bietet sich mir) Am Tag, als ich ward deiner Schönheit gewahr Dein Anblick tief in mir die Sehnsucht gebar Zu berühren dies Antlitz ein einziges Mal Seitdem bin ich Unrast, mir bleibt keine Wahl...
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
...Agnus dei... Drumherum - sowieso Weiß warum - anderswo Halt mich fest - kreuz und quer Mir den rest - leide sehr Sekundär - einerlei Lange her - narretei Sicher, klar - wie du meinst Wunderbar - wenn du scheinst Irgendwo - ungefähr So und so - weiß nicht mehr Wie man's nimmt - ja vielleicht Ganz bestimmt - oder gleich Ohnehin - nimmermehr Ohne Sinn - gar nicht schwer Sozusagen - bitte wie? Ohne Fragen - niemals nie Wenn in der Nacht der Strum heult Und immerzu die Angst dräut Daß deine Hand die meine scheut Frisst mich der Fragen Mund... Borderlineprinzessin! ...Reich dir meine Hand Zeigst mir Rettung, nimmst sie mir Bin selbst mir unbekannt Borderlineprinzessin! ...Komm' wieder, wirst schon seh'n Bleib, sonst spühlt uns fort der Strom Willst du mich erfleh'n? Factus de materia Cinis elementi Similis sum folio De quo ludunt venti (Geschaffen aus Staub Asche der Erde Bin ich dem Blatt gleich Mit dem die Winde spielen.) Ja und nein - wie denn auch Schein und sein - Schall und Rauch Allzuweit - nah bei mir Bin ichs's leid - sag ich's dir Sozusagen - wußt' ich gleich Ohne Fragen - hier und reich Wärme mich - laß mich los Schäme dich - wie denn bloß Dich vermisst - unsagbar Ungewiss - was geschah Bleibe mir - Laß' mich gehn Sterben hier - wirst schon seh'n Weine nicht - ich und du Bitterlich - immerzu Unvermutet - Katz und Maus Ausgeblutet - schluss und aus Borderlineprinzessin! ...Reich dir meine Hand Zeigst mir Rettung, nimmst sie mir Bin selbst mir unbekannt Oh, Borderlineprinzessin! ...Komm' wieder, wirst schon seh'n Bitte bleib, sonst spühlt uns fort der Strom Willst du mich erfleh'n? Factus de materia (...) Hinter Fassaden Presst Blut rot die Narben Zu meucheln mit Kratzblanker Klinge die Nacht In der wir uns liebten So gleich doch verschieden Da hat deine Nähe die Ferne gebracht Materia (...) (Soli: Tommy, Tanja) Wenn in der Nach der Sturm heult Und immerzu die Angst dräut Daß deine Hand die meine scheut Frisst mich der Fragen Mund... Wenn sich dein Weg im Kreis dreht Dein Herz zum Horizont strebt Und schon der Wink den Sturm trägt Verzweifel' in an dir... Borderlineprinzessin! ...Reich dir meine Hand Zeigst mir Sterne, nimmst sie mir Bin selbst mir unbekannt Meine Borderlineprinzessin! ...Flieh dich ohne Halt Reißt mir sanft das Herz heraus Einsam ist es kalt Factus de (...) Agnus Dei ...
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
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Wenn nur so hilflos ein Schweigen nicht wär Wenn all die Angst fänd' ein wenig Gehör Wär' unser Starrsinn nicht ewiglich Dies ist offensichtlich Wenn du nur suchtest die Antwort in mir Wenn ich nur fänd' all die Fragen bei dir Hätt unser Streben den Weg für sich Dies ist offensichtlich Seltsam... die Balance am Abgrund deines Mundes Wie die Ruhe, so der Sturm Gefroren, hinter Glas ruht die Zeit In trauriger Beliebigkeit Was nun? Siehst du den Silbermond, der bleicher noch als dein Gesicht Und wenn er noch mehr Narben hätt, dann könnt er fast mein Herz sein Hörst du die Stille dieser Straße klingt wie unser Schweigen Kann denn Reden Sünde sein? Dreh dich um, sag doch was! Mir nah zu treten scheust du dich. Ach, Rücksicht ist ein hohes Gut Wenn sie denn nur ernst gemeint und nicht der Faulheit Alibi Hörst du sie rascheln, die Skelette unsrer Phrasen? Klipp-Klapp, Klipp-Klapp, Die Mühle mahlt das Mutterkorn Immer nur sich selbst bewundern, nie den Weg der Fragen gehn Nie des Fremden Selbst erkunden, all das macht mich krank Doch mehr noch krankt die Welt, scheint mir, am Schund eurer Beliebigkeit Als Platon in die Höhle stieg, ließ er die Unschuld draußen Du, das ist ferne Flamme, Täuschung hinter Dorngeflecht Ich, das ist Suche, Regung, tastendes Gewicht Wir, das ist freier Fall, aneinander schnell vorbei Jeder in den eignen Abgrund, halte mich fest Wenn Reden Silber, Schweigen Gold ist, dann ist Schreien nichts als Staub Doch für den Schrei, der uns erlöst, da gäb ich alles Gold der Welt Doch sind wir nichts als Bäume die verstreut auf weitem Feld, getrennt Sich nur berühren, wenn der kalte Wind durch ihre Äste streicht Ratet, wie lang, überleget, wie oft Ich an euren Lippen hing und auf ein Wort gewartet Ein Wort, welches endlich mehr als nur die Summe seiner Silben Mehr als nur ein weisses Rauschen, tief im dumpfen Lärm der Zeit Wenn nur so hilflos ein Schweigen nicht wär Wenn all die Angst fänd' ein wenig Gehör Wär' unser Starrsinn nicht ewiglich Dies ist offensichtlich Im kalten Labyrinth uns durch den Stein gehört Gegen die Wand geworfen, die nicht ein Wort durchdrang Drang nach Katharsis, rastlos die Ratte im Käfig Käfigliebe... Wo ist der Ariadnefaden Sag, wie kann es sein, dass nie und nimmermehr Des Menschen Unterlass den Sumpf des Schweigens flieht Versumpft und ertrunken, gefangen, versunken Getäuscht und gelogen, die Chancen vertan und verflogen Wenn nur so hilflos ein Schweigen nicht wär Wenn all die Angst fänd' ein wenig Gehör Wär' unser Starrsinn nicht ewiglich Dies ist offensichtlich
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Schlafe wohl Verzweifelte Schönheit Krümm' dich hinein In den Sarg deiner Angst Such tiefer und tiefer Wo glasblanke Augen Ruhelos zucken In panischem Traume Gedenk' nicht des Morgens Wo Staub auf den Worten Und scherbende Tränen Lauern im Dunst Vergiss diesen Abend In den Weg deines Lebens Die Abgründe pflanzte Lauernde Saat Und du, stolzer Krieger Wache und bange Allein mit der Hydra Des eigenen Denkens Rasend vor Sehnsucht Doch starr wie die Säule Steh still und versteinert Und nimmermehr hoffe Gedenk' nicht des Morgens Wo jeder zuletzt Im Lachen der Beste Dir steckt es im Halse Vergiss jenen Abend Wo alles zerrann Woran du nie glaubtest Verlorenes Nichts Schlaft oder wacht Ganz wie es die eu're Natur und Bestimmung In liebloser Welt Egal wie ihr wendet Das Blatt eurer Zeit Bestimmt kommt der Morgen Und nimmt euch zuletzt
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Heut' Nacht, als du schliefst, ganz tief und verletzlich, da Lag ich dir bei und ich hielt deine Hand Fühlte den Puls deines gierigen Lebens Sah deine Lider im Traume sich regen Oh, schmerzlicher Anblick, der sich dort bot, so Nah ich dir war, so fern ich dich fühlte Zwischen beiden Körpern lag mehr als das Laken Ein Kosmos aus Worten, so fremd, dass mir graute Oh Schöne, hörst du's nicht, dort draußen Ruft der Wind nach dir Warum liegst du still, während mir mit Zähnen aus Kalt gilben Bein ein grausam' Dämon nagt die Lieb' aus der Seele und sich dann erbricht mit Galle in mein Herz, welches einst für dich schlug Wessen Schöpfung muss die Welt sein, dass sie uns nun beide Auseinander reißt gleich zartem Papier. Auf dem Seh' ich mehr Worte, als ich sie je erträumt Calligraphiesünden, radiert, unverkennbar Oh Schöne, schlafe tief und fest Ein letzes Mal behüt' ich dich Träume weiter, schönes Kind, nur diese eine Nacht noch Schwingen uns're Herzen gleich und sei der Mond aus Gold Wenn der Sonne Strahlen bleich am Morgen reißen dich hoch Werd ich sein ein Fremder dir und du mir nicht mehr hold Müde bin ich, geh' zur Ruh Doch mach' ich nur die Augen zu Denn innerlich, wo brennt ein Licht Ließ mich der Sandmann ungeküsst Und ich, ich wache, Stund um Stund Betrachte deine Schultern rund Und weiss der Unschuld bleicher Schnee... Was tut's mir in der Seele weh Sag' mir warum und wie sich Liebe in Hass Verwandelt, wie es scheint und langsam vergeht... Versickert in tiefste Spalten der Erde, die sich vergiftet Windet im Leid Die Tränen, die wir weinen auf dem Grab uns'res Glückes, sie Rinnen durch die Erde und finden den Weg In die Flüsse, wo sie sich vereinen mit dem Weinen der Menschheit und treiben ins Meer allen Seins Oh Schöne, schlafe weiter denn der Morgen, er wird grausam! Träume weiter, schönes Kind, nur diese eine Nacht noch Schwingen uns're Herzen gleich und sei der Mond aus Gold Wenn der Sonne Strahlen bleich am Morgen reißen dich hoch Werd ich sein ein Fremder dir und du mir nicht mehr hold Ruh' nun still, mein schönes Kind Wie könnt' ich, wenn nichts sicher bleibt? Nichts ist sicher, schlaf' geschwind So trau' ich dir und bin...... bereit
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
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Dunkel das Zimmer, verhaltener Abglanz Des Zwielichtes draußen klebt dort am Türspalt Wie sterbendes Moos, und im Stein sitzt die Spinne Verwebt meine Freude mit seidiger Angst Hörst du die Stille, aus Ritzen und Fugen Reckt sie die Finger, kratzt hinter der Wand Der Schatten im Eck birgt so manches Geheimnis Der Spiegel hängt lauernd, ich liege erstarrt Still, stör' die Ruhe nicht Weil du sonst den Zauber brichst Denn in dieser Nacht, da wandle ich mich wieder Steige im Flügelschlag über uns hinaus Greifende Klaue, unruhiges Gefieder Dies' Falkenherz im Käfig schreit: Lass mich hier raus! Mein Schritt setzt den Fuß auf gebrochene Fliesen Ich denke, ich denke, doch bin ich, bin ich? Und höre dich atmend dort liegen und gleiten Dort liegst du ganz nackt, äonenweit fort Ich streife durchs Zimmer, die Katze im Käfig Zitternde Finger streicheln das Glas Ich schlage die Stirn in die Härte des Spiegels Dem Spinnennetz gleich durchzieh'n Risse das Bild Denn in dieser Nacht, da wandle ich mich wieder Steige im Flügelschlag über uns hinaus Greifende Klaue, unruhiges Gefieder Dies' Falkenherz im Käfig schreit: Lass mich hier raus! Ich liebte dich heut' Nacht Und wollt' dir manches geben Doch wer hat nun die Macht? Erstickt mein neues Leben Was wäre richtig nun Ich sollte wecken dich Doch Feigheit hemmt mein Tun Was bleibt mir denn als nur der Wahnsinn? Als der Mond zog seine Kreise Nahm die Sehnsucht mir die Wahl Sang von drauß', wer zu versteh'n sucht Geht den Weg, der lang und schmal Musst' hinaus ins taube Dunkel Zu erkunden was mich rief Hab gesucht und viel gefunden Als ich ums nackte Leben lief Dunkel das Zimmer, verhaltener Abglanz Des Zwielichtes draußen klebt dort am Türspalt Wieder nun lieg ich an deiner Seite Doch diesmal, ja diesmal, da finde ich Ruh' Denn seit dieser Nacht gelten and're Gestirne And're Gezeiten, die Spinne, sie schweigt Tief in der Wand und ich streichle ganz leise Dein schlafendes Antlitz nun zum letzten Mal Still, stör' die Ruhe nicht Weil du sonst den Zauber brichst Schweig, sei nur Schlaf und Traum Im Dunkeln wächst ein Knochenbaum Denn in dieser Nacht, da wandle ich mich wieder Steige im Flügelschlag über uns hinaus Greifende Klaue, unruhiges Gefieder Dies' Falkenherz im Käfig schreit: Lass mich hier raus!
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Der Tag grüßt heran Langsam und fahl Nur die Amsel singt Zitterndes Gras Gewendetes Blatt Fahrig die Schrift Salziger Schmerz Kein Ende in Sicht Wie gnadenlos Gleichgültig schön Offenbart das Licht Kein Vorhang fällt Fallen will ich Zurück in den Schoß Dieser jenen Nacht Doch aufgewacht Und eingerahmt vom Morgenlicht zählst du Die Tränen dieser Nacht, machst sie zu Blei Schrotgeschoss, ein Weinen mir ins Herz Dagegen wächst kein Kraut, ich nehme Tee Kalt dieser Morgen Bitterniss im Glas Eingeschenkt die Sorgen Und ich vergaß Bringt nichts ins Reine Wenn du nur bliebst Bleib ich alleine Was du auch gibst Wie klang dein Flüstern In jenem dunklen Nest Erinnerungsscherben Ich sammel' sie ein Wie roch dein Haar In jener Stund' Weiß es nicht mehr Hab's nie gewusst Und unbarmherzig jagt uns diese Zeit Jagd uns auseinander, rundherum Keine Chance, Widerstand zwecklos Geist und Zeit, Zeitgeist in uns selbst Kalt, dieser Morgen (...) Wenn ich könnte Wie ich wollte Würd' ich wollen Dass ich will Doch wie ich sehe Sehe ich Dass ich alles Was ich sehe Niemals sah Doch eines Tages, so gilt nun mein Schwur Da werd ich den Teufel besiegen Werd' so Gott will, ein einzig's mal nur Mauer und Wall überfliegen Steine im Herzen und Bretter vor'm Kopf Soll'n unter der Liebe zerbersten Und wer uns da wirft in einen Topf Mit Narren, dem wollen wir scherzen Und Licht sei mein Schwert und Wärme mein Schild Und Feuer die schimmernde Wehr Was wir bekommen, so sind wir gewillt Das geben wir niemals und nimmermehr her Und wenn man uns spottet und Träumer uns nennt Dann, glaub' mir, berührt uns das kaum Denn der, welcher sich nicht zum Narr-sein bekennt Wird welken hinfort, ganz ohne Traum So welk' ich hinfort ohne Traum ...Ohne Traum Kalt, dieser Morgen (...) Kalt, dieser Morgen Kalt meine Hand Was aus uns geworden Dein Halt mir schwand Ich uns beweine Wie ich dich seh' Bleib ich alleine Alles ist weh... ...Bleib ich alleine Alles... ...Ist... ...Weh...
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
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