Adversus
EP • 2007
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Ich saß dort tief' im Gerstengrün Ich saß dort mit meiner Liebe Mein traurig' Herz zu zögern schien Ob ich denn bei ihr bliebe Obgleich es schlug für sie So schlug 's doch nun der Heimat schneller Und sanft der Wind durchs Tale blies Und streichelte leise die Felder 'S ist hart zu scheiden uns von manchen Banden, welche uns halten Doch schwerer wiegt die Schande fremder Ketten, die über uns walten. Und… So nahm ich das Schwert und sprach: Wir treffen uns am Morgen! Ich gehe nun den And'ren nach Jenseits Der Hügel verborgen Und als ich küsste sanft ihr Haar Und sie umarmen wollte Gezielter Schuss zu hören war Und aus den Wäldern hallte Die Kugel mir die Liebe nahm Fort aus des Lebens Frühling Als kalt der Wind durchs Tale kam Und stürmisch über die Felder ging Doch Blut für Blut, erbarmungslos Hab ich's dem Feinde vergolten Und ihren Leib in Ackers Schoß Gelegt, schon bald werd' ich folgen An ihrem Grab, da wache ich Durch kalte Nacht zum Morgen Auch wenn der Wind das Herz mir bricht Und streichelt die Felder, verborgen …Auch wenn der Wind das Herz mir bricht Und streichelt die Felder, verborgen
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Einsamer Wand'rer, schenk' mir dein Gehör Das Wesen der Liebe, 's lässt fassen sich schwer So höret die Mär vom Succubus, der Laya genannt und dies Wesen erkannt Vor ewigen Zeiten in tiefster Nacht Im Schoße des Waldes so alt Hielten die Irrlichter schaurige Wacht Die Luft war verzaubert und kalt Auf einer Lichtung im Kreis aus Stein Dort, wo die Pilze sprießen Versammelten sich bei der Elmsfeuer Schein Die Geister der Wälder und Wiesen Das Geistervolk sang mit tausend Stimmen Es huldigt, tanzte und flog Als plötzlich ihr König, fast wie von Sinnen Laut und mit Macht seine Stimmte erhob "Das Schicksal der Menschen liegt in uns'rer Hand Die geringer an Zahl Die Menschen zu locken, zu mehren die Schand' Um Kurzweil zu finden, das sei uns're Wahl Die Menschen sind Tiere, denn hört, ihre Herzen Werden erfüllt von Freuden und Schmerzen Die ihnen rauben die Lebenskraft Zerbrecht ihre Seelen, dann ist es geschafft!" Hervor trat ein Succubus, bleich und schlank Ein Dämon der Sünden und Lust Im Volke der Feen ward sie Laya genannt Ihr Herz war aus Eis, kalt ihre Brust "Mähtiger König der Elfen und Geister Dein Lob will ich mir erwerben Ich ziehe hinaus, oh nächtlicher Meister Bringe den Fühlenden Tod und Verderben" "So sei es. Laya, ich schicke dich aus Reiß' aus den Menschen die Liebe heraus Verführ' sie des nachts, lieg' ihnen bei Und am Morgen schon sei ihr klein Leben entzwei!" Laya begann zu den Menschen zu geh'n Als Zwielicht die Blätter durchhellte Ihr Körper war Gift, gefährlich und schön Ein Schatten, der sich nun zum Lichte gesellte An einer Ruine von Menschenhand Da bleib sie staunend steh'n Betrachtete sich bei tage das Land Nie hatte sie Sonne geseh'n Da hörte sie Schritte und drehte sich um Entlang kam ein Landsknecht, bewehrt Doch näher besehen, da war er sehr jung Geschunden die Rüstung, verloren das Schwert Sie dachte bei sich und insgeheim Diesen Mann will ich verführ'n Ist denn sein Körper erst einmal mein Wird auch die Seele dem Tod angehör'n Doch er ging des Weges mit müdem Schritt Und sprach: "Gutes Weib, dort am Hügel herrscht Krieg So gebet gut Acht, der Feind, er ist nah Nur noch wenige Stunden, und bald ist der da" Sie sprach: "Junger Soldat, haltet doch ein Für diese Nacht sollt ihr am Feuer euch freu'n Seid nun mein Gast, und für wenige Stunden Seien gelindert die Wunden" Des Kriegers Wunde, sie schmerzte ihn sehr So ließ er sich bald überzeugen Und abends am Feuer, gedankenschwer Saß er dann in tiefem Schweigen Als sie ihn fragte mit süßem Mund Welch Unglück die Seele geschwärzt Den Sinn seiner Flucht, was sei der Grund Dass er dem Kampfe den Rücken gekehrt "In tausend Gestalten sah ich den Tod: Pestilenz, Hunger und Krieg Das eben des Söldners ist Leiden und Not Lüge der Hunger nach Ruhm und nach Sieg Doch noch viel schärfer als Lanze und Schwert Ist jener Schmerz, der ins Herz dir fährt So trachte ich denn, jenes Leid zu vermeiden Denn Liebe ist ewiges Leiden! …Liebe ist ewiges Leiden" Mit Worten wie Seide sprach sie auf ihn ein: "Dein Weg war voll Qualen und schwer Deine Erlösung möchte ich sein Sorgen brauchst du dich nicht mehr" Sie holte hervor einen glänzenden Stein Von Elfenhand, schwarz wie ihr Herz "Diesen hier nimm wie die Liebe mein An dich und teile den Schmerz" Es sprach: "Nicht weiß ich ob's ist die rechte Wahl… Doch wie sicher kann der Mensch sein? Glauben und trau'n, sei's auch das letzte Mal Will ich und werde auf immerdar dein Denn in deinen Augen, obgleich sie so schön Da seh' ich unendliches Leid Als habest du, gleich meiner Selbst, geseh'n Des eigenen Zweifelns Unendlichkeit" Nach diesen Worten sah sie ihn an In ihrem Herzen, da wurde ihr bang Doch warf sie von sich dies Menschengefühl Verführte den Krieger, heiss und doch kühl Denn was er nicht wusste: Der Stein war verflucht Vom Schlafe verfolgt und vom Tode gesucht War der, der ihn hegte und bei sich behielt So schlief nun der Landsknecht, in Ruhe gewiegt Als dann nach Stunden der Morgen anbrach Sah sie ihn an, er lag tief im Schlaf Nackt und betäubt, so ließ sie ihn allein Auf dass er nun falle den Feinden anheim Laya zog heimwärts und am Abend schon Da war sie beim Feenkreis zurück Prahlte die Tat vor des Nachtkönigs Thron Dich tief in ihr, da war kein Sieg Und als dann die Geistschwestern tagten im Wald Da saß sie ganz abseits und leise Denn tief in ihr regte sich Unruhe bald Auf so niemals gekannte Weise Sie dachte an das, was der Jüngling gesagt An das, was sie sich erzählt Nie hatte man ihre Seele erfragt Niemals zuvor ein Herz sie erwählt Die Unruhe wuchs wie ein Feuer in ihr Obgleich sie nicht wusste warum So lief sie am Morgen von Sinnen schier Zu den Ruinen und blickte sich um Und dann, als die Sonne das Dickicht erwärmte Sah sie des Tyrannen Heer aus der Ferne Die Angst in ihr wuchs, als den Ort sie gesucht Wo sie vortags ihren Landsknecht verflucht Sie fand seinen Körper erschlagen, zerschunden So lag er im Schatten des Efeus seit Stunden Still war der Atem, gebrochen der Blick Ihr Juwel an die leblose Brust gedrückt Auf Knien gesunken, die Augen geweitet Sah sie was dem Manne passiert Welch Ungemach sie dort dem Liebsten bereiet Den sie erst kürzlich als Feindin verführt Die Tränen, die heftig sie auf ihn vergoss War'n fremd ihr, weil sie nicht verstand Was tief in ihr schrie und ihr Feenherz verdross Denn nie zuvor hatte sie Liebe gekannt Sie rannte davon, in Schmerzen und Gram Verirrt in den Tiefen der Pein Der sie anheim fiel und niemals entkam Denn Feen sind verdammt, unsterblich zu sein Und wenn du heut gehst durch den Walde allein Und findest am Weg einen schwarzen Stein Dann denk' an dies' Lied aus vergessenen Zeiten Denn Liebe … ist ewiges Leiden
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Schwarze Himmel von Metall Kreuz in roten Stürmen wehen Abends hungertolle Krähen Über Parken gram und fahl Im Gewölk erfriert ein Strahl: Und vor Satans Flüchen drehen Jene sich im Kreis und gehen Nieder siebenfach an Zahl Im Verfaultem süß und schal Lautlos ihre Schnäbel mähen Häuser dräu'n aus stummen Nähen; Helle im Theatersaal Kirchen, Brücken und Spital Grauenvoll im Zwielicht stehen Blutbefleckte Linnen blähen Segel sich auf dem Kanal
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
Heut' sei der Tag, an dem ich starb An dem ich mir, ganz ohne Wahn Mit längst verlor'n geglaubter Macht Die letzte Wunde beigebracht Heut' sei der Tag, an dem ich fiel An dem ich nun ganz ohne Ziel Mehr als nur verloren schien Durch die letzte Pforte ging Heut' sei der Tag, an dem ich mir Vor bangem Herzens Zögern wirr Die Schwüre brach, dein Herz dir mit Den Lebensfaden mir durchschnitt In ewiglicher Flut versinken In tiefster Seen Grün ertrinken Starr den Fluß hinunter treiben Am Meeresgrund für immer schweigen Sah mich dort steh'n Nur der Seelenwinter kennt die Namen Derer, die nicht aufersteh'n Denn des Winters Grimm kennt kein Erbarmen Lerne zu leiden Und wahr' den letzten Glanz in dir Und lerne zu scheiden Vom innersten Gebot Frierend an der Häuserwand Da sah ich dich, und unerkannt Folgte ich, vor Sehnsucht blind Dir in den eignen Tod Sprach dich an nur zögerlich Mit dieser Hand berührt' ich dich! Doch weinend drehtest du dich um Und schweigend gingst du fort - für immer! Rannte schreiend durch den Wald Verfing mich in den Zweigen bald Verirrte mich, doch heut' solls sein Dass ich nie wieder leide, nein! Sanft erfleht, doch nicht bekommen Kurz gehalten, dann zerronnen Mich in kaltem Schnee verlor'n An deiner weißen Haut erfroren Bleib' steh'n! …Diese Rose schenk ich dir mit meiner Liebe sanft Sieh, die Rose Dornen hat, den schneidend Schmerz ins Fleisch mir rammt! Dornig auch dein Scheiden ist, wo ich mich dir doch dargebracht Hab ich der Rose Blatt geküsst, so hat sie mir ein End' gemacht! Bleib' steh'n! …Oh, wie brauch' ich dich, mein hundertfaches Wort dir gilt Dein falsches Wort durchschau' ich wohl, liebst in mir nur dein eigen Bild! Nun sprich', ist dies Leben nicht voll ungesagter Lieb' zu dir? Dies Leben grämt mich bitterlich, ich bitte dich, lass' ab von mir! Heut' war der Tag, an dem er starb An dem er mir im glühend Wahn Mit längst verlor'n geglaubter Macht Die Rosenwunde schnitt In mein Gesicht er Verse schrieb Doch Wintersturm ihn fort mir trieb Ward schon bald vom Schnee umarmt Und färbte Gletscher rot Hat sich dann aus Eis gebaut Flügel wie aus Rosenhaut Entfloh dann unter jenem Ruf Lass mich frei! Fort gerannt, nie mehr gesehn' In kalter Winde Hauch verwehn' Nach dir geweint, doch einerlei Nun sei's ein Ende… …Lass mich frei!
Submitted by NecroGod — Feb 27, 2026
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