Agrypnie
Album • 2021
This track is instrumental.
Es ist viele Jahre her, da stand ich am Ende der Welt Mein Name erklang in der tosenden Brandung Lockend die Stimmen, die von der Tiefe berichteten In den uferlosen Armen der erhabenen Fremde gewogen Gewichen die fortwährende Finsternis Lichtüberflutet die mich treibende Strömung Des Zweifels erhaben und im Gleichklang mit den herrschenden Gezeiten Die Tiefe des Tals vor den Augen, verwegen der feste Schritt in die Leere Es ist viele Jahre her, da stand ich am Ende der Welt Rauschend der Sand in der endlosen Wüste Verschwommen der Blick auf die flimmernde Weite In meinen Träumen spüre ich noch immer die Umarmung Scheint das ferne Licht noch zyklisch durch das Glas Doch sind die Nächte schwarz und ohne Zwiegespräche Und die Tage fallen wie die Blätter eines achtlosen Kalenders Spurlos dieser Tage Geister für immer verschwunden Das Gedenken dieser Tage Wunder schon lange verwelkt Die Klinge tief im Fleisch, der Schmerz raubt die Sinne Der Brandung letztes Echo getilgt durch weißes Rauschen Der Zauber des Einklangs erloschen Meines Herzens Schwere entströmt meinen Adern Es ist viele Jahre her, da stand ich am Ende der Welt Mein Blick fiel in die Tiefe, entlang der schroffen Klippen Lockend die Stimmen, die noch heute von der Tiefe berichten
Submitted by johnmansley — Apr 26, 2025
Unzählig die endlos verwinkelten Gänge Kein Weg führt mich zurück zur letzten Gabelung Die hohen Mauern erstrecken sich unüberwindbar bis weit zum Horizont Von jenseits der Korridore erklingen dumpf entfernte Geräusche Mein Blick durchdringt nur vereinzelt Die so rar gesäten, eingelassenen gläsernen Wände Deine zärtliche Hand berührt zaghaft das Glas von der anderen Seite Kaum erwidere ich deine Geste, gefriert die Fläche unter meiner eiskalten Hand Jäh erblasst dein schönes Antlitz, geebnet von mir deinen Weg in den Tod Glanzlos deine einst strahlenden Augen, dein Körper gefriert zur Skulptur aus Eis Wie das eines Fremden erscheint dir dein Leben Beim Blick auf die vielen Jahre zurück, du erhoffst zu erwachen im Damals Doch verloren für immer die scheinbar so sorglose Zeit Und jeder Schritt gewinnt immer mehr an Bedeutung Der Druck lastet schwer auf dir, einsam der Weg deiner Entscheidungen Verwirrt und ohne Ziel wie das im Käfig siechende Tier Kein Leuchtfeuer erhellt die im Schatten liegenden Pfade Deine Bewegungen führen dich scheinbar vorwärts Doch einzig und alleine trittst du für immer auf der Stelle Unerbittlich verfolgt mich das grausame Bild deines Todes Nagend zwingt mich die bodenlose Schuld in die Knie Schwindend mein Wille weiter durch die einsamen Gänge zu ziehen Unaufhörlich kriecht die eisige Kälte in meinen gegeißelten Körper Meine Bewegungen ersterben, der Lebensstrom versiegt Unbeschritten und für immer im Dunklen die noch vor mir liegenden Gänge
Submitted by Morgoth — Apr 26, 2025
Durchdringend der Blick meiner Reflektion Im fließenden Gewässer Der Strom verharrt in Gedanken Beim Schritt über die schimmernde Grenze Der Wandel durchbricht den Stillstand des Flusses Treibt mich zurück an die Oberfläche Wieder verdrängt die Erkenntnis Verschlossen die Augen, blockiert den Verstand Der Blick meines Zerrbildes trifft mich erneut Fordernd bleckt es die Zähne Mein Schatten erscheint vom Mondlicht geworfen Langsam wie stark verfremdet Die Geräusche gedämpft Einzig das Krachen verformender Knochen erhallend Verzweifeltes Brüllen bahnt sich den qualvollen Weg Aus meiner heiseren Kehle Steigend die Spannung der kochenden Haut In Fetzen mein Antlitz gerissen Das Fieber der Jagd kontrolliert die Reflexe Triebgeleitet vom inneren Drang Von tosender Raserei überwältigt Erstickt das Rauschen des Blutes die Welt Im Bann der zügellosen Wut Verkümmern die menschlichen Züge In Ketten mein duldsames Dasein gelegt Der Wandel gänzlich vollzogen Befreit vom nagenden Zweifel Der Schwere des leidenden Herzens Die Leere eurer polemischen Phrasen Sind lange schon ohne Bedeutung Entschlossen blickt mir im Rinnsal entgegen Des Scharfrichters verfeindete Miene Zwischen den gläsernen Bauten Durch die nächtlichen Straßen streunend Ausgemergelt der gezeichnete Körper Wirr der heimgefundene Geist Erneut befreit aus den Ketten Doch jeder Wandel raubt ein Stück meiner Selbst Und grausam die Bilder der Heimsuchung Meiner in eure Kehlen gestoßene Krone
Submitted by Morgoth — Apr 26, 2025
Ein letzter Blick aus dem offenen Fenster Hinab auf das Leuchten der strahlenden Stadt In der Luft liegt der nahende Abschied Der Schleier des Nebels trübt meinen Geist Zu früh ist unsere Liebe erloschen Das letzte Weltliche im Leben verschwunden Die Zukunft versiegt in dieser Nacht Am Ende tilgen die Schatten das Licht Gebrochen deine glanzvollen Flügel Gebrochen mein einsames Herz
Submitted by NecroGod — Apr 26, 2025
Ich muss zurück zum alten Haus Die alten Lampions im Garten sehen Die uns einst Bilder ferner Sterne waren Denn keiner meiner fernen Sterne hält mich mehr Ich muss zurück zum alten Haus Wo unter Treppen Fotoalben stehen Vergilbte Tore in ein altes Glück Doch alte Tore schützen nicht und gehen schwer Wieder und wieder und wieder Wenn die Sonne sinkt, ruft das Haus Singt die vertrauten Lieder Und der Tag speit mich gnadenlos aus Ich bin zurück im alten Haus Es ist der Keller, der die Lieder singt Doch als die Kellertür sich schließt Hinter mir Ist da nur Stein, der stumm nach Atem ringt Wieder und wieder und wieder Ist da kein Ton, der Altes wiederbringt Nieder und nieder und nieder
Submitted by NecroLord — Apr 26, 2025
Flackernde Bilder im Takt der Sekunden Gefesselt der leere Blick, Mantren in den Ohren Das Licht aus grellen Kegeln, die Mauern hoch wie Türme Platz an Platz in langen Reihen Im vollen Gang die Gleichschaltungsmaschinerie Kein Einspruch auf den Lippen, die Dogmen programmiert Gelöscht die eigene Meinung, die Moral längst aufgegeben Durchsetzte Haut von Nadeln, der Körper ausgezehrt Süchtig nach der Flut der Reize siecht die triste Lebenszeit dahin Hinter den verdunkelten Gläsern der Empore Lechzend schweifen die Blicke über die Reihen Labend am Gehorsam der betäubten Geister Labend an der eingepflanzten Angst vor allem Anderen Eines Tages sprengst du die Ketten Ein Funke von Freiheit entzündet deinen Verstand Die Jahre fast gänzlich verwirkt Deinen gemarterten Geist trifft hart die bittere Erkenntnis Vergiftet die Böden, die Wälder gerodet Leblos die Meere, der Globus steht in Flammen Das Leben weicht dem Nutzen, die Vielfalt stirbt im Einerlei Gedankenlos gen letzten Morgen, längst rückwärts läuft die Zeit Hinter den verdunkelten Gläsern der Empore Lechzend schweifen die Blicke über die Reihen Labend an der Habsucht der gesteuerten Figuren Labend am selbstinduzierten Untergang des Lebens
Submitted by Warbringer — Apr 26, 2025
This track is instrumental.
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