Das Ich
Album • 1998
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Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt Irgendeiner hatte ihm eine dunkellila Aster zwischen die Zähne geklemmt Als ich von der Brust aus Unter der Haut Mit einem langen Messer Zunge und Gaumen herausschnitt Muss ich sie angestossen haben, denn sie glitt In das nebenliegende Gehirn Ich packte sie ihm in die Brusthöhle Zwischen die Holzwolle Als man zunähte Trinke dich satt in deiner Vase! Ruhe sanft Kleine Aster!
Submitted by VladTheImpaler666 — Feb 25, 2026
Die ärmsten Frauen von Berlin - Dreizehn Kinder in anderthalb Zimmern Huren, Gefangene, Ausgestossene - Krümmen hier ihren Leib und wimmern Es wird nirgends so viel geschrieen Es wird nirgends Schmerzen und Leid So ganz und gar nicht wie hier beachtet Weil hier eben immer was schreit "Pressen Sie, Frau! Verstehn Sie, ja? Sie sind nicht zum Vergnügen da Ziehn Sie die Sache nicht in die Länge Kommt auch Kot bei dem Gedränge! Sie sind nicht da, um auszuruhn Es kommt nich selbst. Sie müssen was tun! Schliefllich kommt es: bläulich und klein Urin und Stuhlgang salben es ein Aus elf Betten mit Tränen und Blut Grüsst es ein Wimmern als Salut Nur aus zwei Augen bricht ein Chor Von Jubilaten zum Himmel empor Durch dieses kleine fleischerne Stück Wird alles gehen: Jammer und Glück Und stirbt es dereinst in Röcheln und Qual Liegen zwölf andere in diesem Saal
Submitted by VladTheImpaler666 — Feb 25, 2026
Aber wisse: Ich lebe Tiertage. ich bin eine Wasserstunde Des Abends schläfert mein Lied wie Wald und Himmel Meine Liebe weiss nur wenig Worte: Es ist so schön and deinem Blut
Submitted by VladTheImpaler666 — Feb 25, 2026
Nun liegt sie in derselben Pose, wie sie empfing Die Schenkel lose im Eisenring Der Kopf verstömt und ohne Dauer, als ob sie rief: Gib, gib, ich gurgle deine Schauer bis in mein Tief Der Leib noch stark von wenig Aether und wirft sich zu: Nach uns die Sintflut und das Später nur du, nur du ... Die Wände fallen, Tisch und Stühle sind alle voll von Wesen, krank Nach Blutung, lechzendem Dewühle und einem nahen Untergang
Submitted by VladTheImpaler666 — Feb 25, 2026
Der Mund des Mädchens, das lange im Schilf gelegen hatte Sah so angeknabbert aus Als man die Brust aufbrach, war die Speiseröhre so löcherig Schliesslich in einer laube unter dem zwerchfell Fand man ein Nest von jungen Ratten Ein jkleines Schwesterchen lag tot Die anderen lebten von Leber und Niere Tranken das kalte Blut und hatten Hier eine schöne Jugend verlebt Und schön und schnell kam auch ihr Tod: Man warf sie allesamt ins Wasser Ach, wie die kleine Schnautzen quietschten
Submitted by VladTheImpaler666 — Feb 25, 2026
Auf jedem Tisch zwei. Männer und Weiber Kreuzweis. Nah, nackt, und dennoch ohne Qual Den Schädel auf. Die Brust entzwei. Die Leiber Gebären nun ihr allerletztes Mal Jeder drei Näpfe voll: von Him bis Hoden Und Gottes Tempel und des Teufels Stall Nun Brust and Brust auf eines Kübels Boden Begrinsen Golgatha und Sündenfall Der Rest in Särge. Lauter Neugeburten: Mannsbeine, Kindebrust un Haar vom Weib Ich sah, von zweien, die dereinst sich hurten Lag es da, wie aus einem Mutterleib
Submitted by VladTheImpaler666 — Feb 25, 2026
Dann lag auf Kissen dunklen Bluts gebettet der blonde Nacken einer weißen Frau Die Sonne wütete in ihrem Haar und leckte ihr die hellen Schenkel lang Und kniete um die bräunlicheren Brüste noch unentstellt durch Laster und Geburt Ein Nigger neben ihr: durch Pferdehufschlag Augen und Stirn zerfetzt Der bohrte zwei Zehen seines schmutzigen linken Fußes ins Innere ihres kleinen weißen Ohrs Sie aber lag und schlief wie eine Braut: am Saume ihres Glücks der ersten Liebe Und wie vom Aufbruch vieler Himmelfahrten des jungen warmen Blutes Bis man ihr das Messer in die weiße Kehle senkte und ein Purpurschurz aus totem Blut ihr um die Hütten warf
Submitted by VladTheImpaler666 — Feb 25, 2026
Ich trage dich wie einde Wunde Auf meiner Stirn, die sich nicht schliesst Sie schmerzt nicht immer. Und es fliesst Das Herz sich nicht draus tot Nur manchmal plötzlich bin ich blind und spüre Blut im Munde
Submitted by VladTheImpaler666 — Feb 25, 2026
Der einsame Backenzahn einer Dirne Die unbekannt verstorben war Trug eine Goldplombe Die übrigen waren wie auf stille Verabredung Ausgegangen Den schlug der Leichendiener sich heraus Versetzte ihn und ging für tanzen Denn, sagte er Nur Erde solle zur Erde werden
Submitted by VladTheImpaler666 — Feb 25, 2026
Dir Krone der Schöpfung, das Schwein, der Mensch - Geht doch mit anderen Tieren um! Mit siebzehn Jahren Filzläuse Zwischen üblen Schnauzen hin und her Darmkrankheiten und Alimente Weiber und Infusionen Mit vierzig fängt die Blase an zu laufen -: Meint ihr, um solch Geknolle wuchs die Erde Von Sonne bis zum Mond - ? Was kläfft ihr denn? Ihr sprecht von Seele - Was ist eure Seele? Verkackt die Greisin Nacht für Nacht ihr Bett - Schmiert sich der Greis die mürben Schenke! zu Un ihr reicht Frass, es in den Darm zu lümmeln Meint ihr, die Sterne samten ab vor Glück Ah! - Aus erkaltendem Gedärm Spie Erde aus anderen Löchern Feuer Eine Schnauze Blut empor -: Das torkelt den Abwärtsbogen Selbstgefällig in den Schatten
Submitted by VladTheImpaler666 — Feb 25, 2026
Dir Krone der Schöpfung, das Schwein, der Mensch - Geht doch mit anderen Tieren um! Mit siebzehn Jahren Filzläuse Zwischen üblen Schnauzen hin und her Darmkrankheiten und Alimente Weiber und Infusionen Mit vierzig fängt die Blase an zu laufen -: Meint ihr, um solch Geknolle wuchs die Erde Von Sonne bis zum Mond - ? Was kläfft ihr denn? Ihr sprecht von Seele - Was ist eure Seele? Verkackt die Greisin Nacht für Nacht ihr Bett - Schmiert sich der Greis die mürben Schenke! zu Un ihr reicht Frass, es in den Darm zu lümmeln Meint ihr, die Sterne samten ab vor Glück Ah! - Aus erkaltendem Gedärm Spie Erde aus anderen Löchern Feuer Eine Schnauze Blut empor -: Das torkelt den Abwärtsbogen Selbstgefällig in den Schatten
Submitted by VladTheImpaler666 — Feb 25, 2026
Mit Pickeln in der Haut und faulen Zähnen Paart sich das in ein Bett und drängt zusammen Un sät Samen in des Fleisches Furchen Und fühlt sich Gott bei Göttin. Und die Frucht Das wird sehr häufig schon verquiemt geboren: Mit Beufeln auf dem Rucken, Rachenspalten Schieläugig, hodenlos, in breite Brüche Entschlüpft die Därme Aber selbst was heil Endlich ans Licht quillt, ist nicht eben viel Und durch die Löcher tropft die Erde: Spaziergang - Föten, Gattungspack Ergangen wird sich. Hingesetzt Finger wird berochen Rosine aus dem Zahn geholt Die Goldfischchen Erhebung! Aufstieg! Weserlied! Das Allgemeine wird gestreift. Gott Als Käseglocke auf die Scham gestülpt Der gute Hirte !! -- Allgemeingefühl! - Und abends springt der Bock die Zibbe an
Submitted by VladTheImpaler666 — Feb 25, 2026
Der Mann: Hier diese Reihe sind zerfallene Schösse und diese Reihe ist zerfallene Brust Bett stinkt bei Bett. Die Schwestern wechseln stündlich Komm, hebe ruhig diese Decke auf. Sieh, dieser Klumpen Fett und faule Säfte Das war einst irgendeinem Mann gross und hiess auch Rausch und Heimat Erde ruft Komm, sieh auf diese Narbe an der Brust. Fühlst du den Rosenkranz vor weichen Knoten? Fühl ruhig hin. Das Fleisch ist weich und schmerzt nicht Hier diese blutet wie aus dreißig Leibern. Kein Mensch hat so viel Blut Hier dieser schnitt man erst noch ein Kind aus dem verkrebsten Schoß Erde ruft Man lässt sie schlafen. Tag und Nacht. - Den Neuen sagt man: hier schläft man sich gesund. - Nur sonntags für den Besuch lässt man sie etwas wacher Nahrung wird wenig noch verzehrt. Die Rücken sind wund. Du siehst die Fliegen Manchmal wäscht sie die Schwester. Wie man Bänke wäscht Hier schwillt des Acker schon um jedes Bett. Fleisch ebnet sich zu Land. Glut gibt sich fort Saft schickt sich an zu rinnen Erde ruft
Submitted by VladTheImpaler666 — Feb 25, 2026
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