Finisterre
in meine Brust sie glühend Unrast säte in ihre Schönheit war ich bald vernarrt doch stürb' mein Herz, wenn ich sie sähe leblos vor mir aufgebahrt so knie ich vor dem Eichensarg und wage nicht hinein zu sehn' mein Leib ist schwach, der Wunsch so stark mit ihr von dieser Welt zu gehn' wieso hast du sie mir genommen fahler Schnitter sag es mir wieso bist du zu ihr gekommen raubtest sie und nahmst sie dir er blickte auf der Trauerkerzen fröhlich tanzend Töchterlein als sich sein Geist begann zu schwärzen und die Stimmen drangen ein sieh' der Docht ward starr und bleich ohne Leben, bis die Flamm' ihn traf denn erst das Feuer tat den Streich der ihn geweckt vom Totenschlaf gleich dem Docht soll es auch ihr ergehen um aus dem fesselnd faulen Leichendunst tanzend wieder aufzustehen das Feuer birgt der Toten Gunst so wie ich mich nach ihr verzehre so verschlinge uns, oh grimme Feuerpein auf dass sie leuchtend wiederkehre friss mich gänzlich bin ich dein
Submitted by MetalElf — Apr 26, 2025
wohin, wohin mit alldem hier und jetzt wohin, wohin gehst du wenn alles verreckt im Chor hört man sie ein Loblied singen auf neue Führer, neuen Halt doch blind das Auge und taub das Ohr trifft niemals sie die Gunst des Glücks was wird aus mir, aus dem in mir aus dem um mich herum aus dem, was da noch kommt wird es für immer sein oder vergeht es im nächsten Moment stirbt es zusammen mit der Welt und ihrer Pest mit schwarzer Feder und eurem schwarzen Blut schreibe ich nieder diese Zeilen in rasender Wut mit Lauten scharf wie Klingen und Saiten heiß wie Glut schneid' ich mein Feuer in eure elendige Brut am Ende der Zeit wenn die letzte Schlacht verloren nehm' ich Abschied und singe mein letztes Lied für dich für immer von dir oh Menschheit, oh Unvollkommenheit nehm' ich Abschied und singe auf dass du brennend untergehst und jedes Zeugnis von dir verglüht und deine Asche verweht im Nichts
Submitted by Immortal — Apr 26, 2025
Ich sehe tiefer in den Abgrund hinein Den du in mein Leben geschnitten hast Sehe nichts, nur Zeiten Die längst vergangen An Tagen wie diesem möchte ich sterben Scheiden und mitnehmen alles, was wir zusammen erschaffen haben Hinaus in eine andere Welt In der der Mensch einen neuen Wert besitzt Wir leben in einer Welt ohne Grenzen Und so steh' ich hier und halte dein Herz in meiner Hand Deine Augen starren aber können nichts sehen Die Erde verschlingt den Leib Nimmt ihn auf in ihren ewigen Lauf Und verbrennt die letzten Reste Das Morgenrot am Horizont Zieht meinen Blick Auf den Geist, in dem deine Seele wohnt Fliegend durch die brennende Luft Tausend Flammen erhellen die Nacht Geblendet vom Licht saug' ich auf diese Macht Ich sprenge die Fesseln, die mich noch halten Und steige auf zu dir Ein letztes Mal folge ich dir Bald ist es vorbei Erblicke diese Schönheit bevor du erblindest Rieche diesen Duft bevor er verfliegt Atme diese Luft bevor du erstickst Lebe dieses Leben bevor du stirbst Lebe dieses Leben bevor du stirbst
Submitted by Lake of Tears — Apr 26, 2025