Eden weint im Grab
Album • 2004
Vergessen hängt mein Leib am morschen Ast Ledern, furchtgegerbt die Haut Myriaden dunkler Jahre hängend ohne Rast Insekten, Staub und Stein im Wahn verdaut Die Waldgeister jedes Jahr in Panik fliehen Wenn des Frühjahrs Pracht sich übers Land ergießt Im Tod die Jahre still vorüber ziehen Verdorrtes Schlingewerk den Hals umschließt Refrain: Der Blätterreigen tanzt mir am Gebein Herbstlaub ums blasse Antlitz weht Hört Ihr die Seelen Eurer Toten schreien Die Zeit hier nur langsam vergeht... Vom Durst gequält im heißen Sommerdunst Dürre Finger winken wie im Traum herab Erschrecken ist der Toten wahre Kunst Ein Baum, ein Ast, ein ewiges Grab Zärtlich, sanft bedeckt vom kalten Schnee In den Venen friedlich friert mein Blut Auf dass die Zeit nun still hier steh Und meine alte Seele endlich ruht
Submitted by Iron_Wraith — Apr 26, 2025
Es wirft der Herbst sein Leichentuch herab Auf kahle Felder die der Frost zerfrisst Hektisch sucht der Wolf sein Wintergrab Wenn der Sonnenschein die Welt vergisst Chorus: Herbstlaub singt im Grund Des Verfalls Melodie Es tönt aus tiefstem Schlund Des Träumers Melancholie Still fegt ein Schrei die Bäume kahl Bedeckt Äste mit dem Silberband Die Seen werden eisig, trüb und fahl Raureif überzieht das triste Land Ich schleich durch buntes Laub zum Vergnügen Erfreu mich an dem Frieden, der Luft Von der Stille lass ich mich betrügen Tief einatmend des Todes Duft
Submitted by Pestilence — Apr 26, 2025
Es schläft ein alter Mann am Rand der Welt Malt traumbeseelte Schlösser in den Sand Vergessenheit des Nachts sie überfällt Goldblasse Kunst vergeht am Zeitenstrand Bridge: Am morschen Rad der Zeit nur drehen Zurück, zurück zum ersten Tag Durchs Himmelstor zum Ursprung sehen Als Gottes Geist im Nebel lag Chorus: Im Blutrausch schreien Engel schrill Ermordend die vergangene Zeit Am Strand wo nichts bestehen will Herrscht triste Dürre weit und breit Im Blutrausch schreien Engel schrill Abtötend die Erinnerung Im Wahn zerreißend Spuren still Ins Vergessene ein letzter Sprung Des Ozeans Wellen löschen immerzu wenn Forsetis Winde sanft nur wehen Die kargen Spuren unserer Zeit im Nu Machen lautlos alles ungeschehen Im Zeitenmeer mein Blut Durch dunkle Jahre treibend Trotzt es Sturm und Flut Nun und für immer bleibend Als Teil der Kunst im Sein Fließt es durch die Jahre Im roten Schlund allein Es großen Geist bewahre
Submitted by Pestilence — Apr 26, 2025
Kreischend pfeifen Winde Totensang Als dunkle Himmel sich erbrechen Vor Jahren unser Lied verklang Seitdem sich die Zeiten an mir rächen Vom Wasser aufgequollen und entstellt Getrieben jahrelang durch finstere Gründe Wie ein Träumer der im Tode fällt Bedeckt von Herbstlaub, Eis und Sünde Chorus: Für dich, für dich, oh Liebste mein Will ich ewig hier begraben sein In schwarzen Gräbern unterm Meer Einsamseen lasten auf mir schwer Nach dir, nach dir sehnt sich mein Leib Ertrunken in Angstwässern, hilflos, kalt Im Einsamreich ich dir Gedichte schreib Als der Toten Murren durch die Äste schallt Im Schilfrohr stummes Ächzen bleicher Feen Ihre Stimmen klagen panisch in der Nacht Mein Geist zerschwimmt in Einsamseen Deine Liebe hat mich auf den Grund gebracht Trübe Wassermärchen nachts erzählt Denen es an Licht und Leben fehlt Als die See im Herbst das Haupt bedeckt Trübe Wassermärchen, Trauerbrand In diesen Tiefen einst mein Leib verschwand Seitdem sich hier der Geist versteckt
Submitted by BloodShrine — Apr 26, 2025
Es soll regnen über uns ein Blumenmeer Der Rosenduft uns sanft ertränken Im Lieben fällt das Atmen schwer Tausend Rosen möchte ich Dir schenken Chorus: Oh, ich sehne mich so sehr Bei meiner Liebsten zu sein Dass ein blutiges Meer Uns für immer verein Im Blut der Blumen untergehen Welch farbenfroher Tod im Frühlingshain Im Untergang das Sein verstehen Ewiglich will ich bei Dir sein
Submitted by Morgoth — Apr 26, 2025
Sinfonie des Schlafes wie der Fische Schall Im Reich der Orgel geht die Blüte auf Fernab der Welt nah dem Verfall Wahnsinns Noten wie des Baches Lauf Imaginär dem Gotte Ebenbild Ein Kind der Zeit entflohen Qual und Pein Müder Körper, der Geist so wild In der Abgeschiedenheit allein Bridge: Gräser im Antlitz gelber Augen Fischer schreien in der Flussnacht klar Blumen im Wahnsinn ihrer Blüte Vögel kreischen sich das Leid gewahr Chorus: Gedanken brechen aus der Hölle aus Hellwach durch das Tränenmeer Der Schlaf ist nun die Form des Seins Das Leben lastet schwer Der Schlaf ist nun die Form des Seins Sein will ich nicht mehr... Gefesselt tief im Wachseinswahn Im Angesicht ein Schimmer voller Schmerz Wachsamkeit, Toten-Elan Erlöschen das Feuer brennend im Herz Weck mich mit Musik zur letzten Zeit Meine Augenlider werden nicht mehr fallen Reich mir den Trunk der Schlaflosigkeit Von fern her hör ich ihre Stimmen hallen...
Submitted by Cyberwaste — Apr 26, 2025
Eintauchend in die Glut der Welt Siedend heiß mein Blut pulsiert Im Feuerstrom ein Schrei vergellt Als in den Venen laut das Gift flaniert Kreischend sterben jene die sich nie ergaben Im Lavastrom des Zeitenlaufs Für all jene die am Untergang sich laben Bricht ein Reich der Freude auf Chorus: Leidenschaft in Rot Kriechend, siechend schwillt die Feuersbrunst Leiden schafft der Tod Heißet, preiset hoch des Feuers Gunst Knisternd walzt durchs Tal des Sein Der Götter grelles Hass-Ventil Aura aus Gold, des Engels Schein Verschmelzung mit dem Weg, dem Ziel In den kochendheißen Fluten ungestüm Tauch ich in des Wesens Grund hinab Befreiung aller Sinne durch das Ungetüm Schmerzauflösung hier im Flammengrab Leise meine Glieder sich zersetzen Blutig in den Tiefen wilder Lava Flut Als die Flammen meinen Leib zerfetzen Schwebt der Geist voll Wonne in der Glut
Submitted by The Void — Apr 26, 2025
Erinnerung erweckt den Traum Leidenschaft, Gedankenspiel Farbe füllt den dunklen Raum In den die Wortgewalt einst fiel Schattenspiele, farblos, bunt Sprache tötet die Gedanken ab Worte reiben meine Seele wund Freudig schmiss ich ihren Sinn ins Grab Chorus: Mit taktloser Gewalt das Wort Den Gedanken zerstört Mit welcher Sehnsucht der Gedanke Nach Sprache sich sehnt Doch bleibt er unerhört Die Farbe schluckt des Duftes Klang Im porösen Kleid der Ausdruckswelt Um eine neue Sicht ich rang Mit dem Wort das keinen Sinn enthält Monologe nur im trüben Grau Als die Sprache ihren Wert verlor Aus Worten ich das Nichts erbau Ein Königreich steige daraus empor
Submitted by NecroGod — Apr 26, 2025
Still, still, wenn die Mutter ruft Aus deren Leib das Leben kroch Mutter flüstert sanfte Worte Sanfte Worte bitterer Sorte Schweig, schweig, denn ihr Stummenschrei Kreischt schweigend übers Land Flüstert lautlos durch die Welt Die ihn so still am Leben hält Chorus: Und wenn die Welt im Traume flieht Durch fremdes Aug der Träumer sieht Im Reich der Leere fesselfrei Aufgehend in der Mutter Schrei Erkennend dann die eigene Wut Die in der Höllenfeuerglut Entfachte Flammen die zu töten Stets so bitter war von Nöten Still, still, wenn die Mutter weint Ängstlich, blutend, deprimiert Mutter weint die Weltenträne Nach ihrer Angst ich still mich sehne Schweig, schweig, wenn sie sich erhebt Um uns alle zu verschlingen Mutter ist Leben und Vergehen Dein will ich sein, dich stumm verstehen Ach hätt' ich doch, ach hätt' ich doch Mit dem Wahne durch die Nacht getanzt In den letzten Stunden nackter Fantasie Ach hätt' ich doch, ach hätt' ich doch Ihr die Last im Traume abgenommen Als unsere Mutter einst nach Freiheit schrie
Submitted by Finntroll — Apr 26, 2025
Heute Morgen wurde ich begraben allein Die Zeit ohne dich scheint endlos zu sein Der Platz an meiner Seite kalt und leer Das Einsamsein es fällt mir ach so schwer Es quält die Sehnsucht mir mein tristes Herz Regungslos verharrend hier im Schmerz Würmer und Maden zersetzen meinen Leib Während ich Dir diese Zeilen schreib Chorus: Kein Geräusch stört meine Grabesstille Als diese Verse in die Haut ich brenn Mit Blut geschrieben ist mein Liebeswille Auf dass kein Grab mich von Dir trenn Für meinen liebsten Schatz sei dies Gedicht Damit unsere Liebe niemals bricht In feuchten, dunklen Gräbern einst verscharrt Was bin ich in dein süßes Bild vernarrt Zentnerschwer ruht dunkle Erde über mir Versperrt mir ewiglich den Weg zu Dir Die Blumen wachsen über mir im Hain Ich hör sie nach der Sonne schreien Im Vergessensein fernab der Zeit Übermannt mich triste Einsamkeit Der Verfall nagt lustvoll hier an mir Dabei will ich nur zurück zu Dir Das Einsamsein es fällt mir ach so schwer Denn heute Morgen ist schon Jahre her
Submitted by NecroLord — Apr 26, 2025
Wenn sich der Lebensbaum zur Erde neigt Und seine Früchte darreicht dem Verfall Der Himmel sich in graustem Schimmer zeigt Und dunkler Klagesang klingt ohne Schall Wenn dann der letzte Tag ins Nachtsein fällt Und Geier an den Menschen nagen Wenn nicht mal mehr das Wort das Sein erhält Und stummen Geist die Fragen plagen Dann steigt aus finstren Gründen auf Ein Wesen das in sich vereint Das Ende und den Weiterlauf Ein Wesen dessen Herz noch glüht Während die Welt im Schlafe weint Ein neues All in ihm erblüht
Submitted by Immortal — Apr 26, 2025
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