Lacrimosa
Album • 1993
Ich war auf der Galerie meines Geistes Ich hörte die Musik meiner Seele Ich sah die Löcher meines Herzens Und trank die Tränen meiner Schmerzen Ich stand im Schatten meines Lebens Und wartete auf mein Erscheinen Auf der Straße meiner Einsamkeit In den Mauern meiner Angst Auf der Straße meiner Einsamkeit Dreh dich um und zeig mir dein Gesicht Ich seh meinen Schatten in deiner Hand Ich sehe mein letztes Mahl bereitet Ich spüre mein Blut in deinen Adern Doch was kommt dann? Doch was kommt dann? Endlich finde ich die Lust am Leben Ich möchte dich spüren, dich berühren Doch ich habe Angst Ich habe Angst Ich schließe meine Augen vor dir Und blicke ins Zwielicht meiner Seele Ich halte meine Hand aus nach dir Doch ich berühre nur die Angst in mir Ganz allein in diesen Hallen Nur Du und ich Dreh dich um und zeig mir dein Gesicht Nie sah ich so viele Türen Nie so viele Wege hinaus Nie hielt man mich fest Doch jetzt lieg ich in Ketten Dreh dich um und zeig mir dein Gesicht Ich spüre meine Kräfte langsam schwinden Im Sturm der Zeit mein Augenlicht verblassen Als alter Mann richte ich mich auf Zum letzten Mal halte ich meine Hände aus Du drehst dich um und zeigst mir dein Gesicht Doch ich bin zu alt und sehe dich nicht
Submitted by MetalElf — Feb 23, 2026
Durchbohrte Gedanken Vom Schmerz zerquetschte Augen Ersucht im Feinen sich zu wenden Erinnerung in mir vergraben Erinnerung in mir versteckt Erinnerung - gib mir deine Kraft Erinnerung - du frisst mich auf Erinnerung - du säufst mich leer Erinnerung - du verbrauchst meine Luft Erinnerung - du hast mich einfach gerne Durchquerte Ideen Nach morgen zu blicken Vom Gestern zu lösen Im Glauben zu hoffen Mit angsterfüllten Blicken Sehe ich in deine Augen Du bist meine Droge Erinnerung - du frisst mich auf Erinnerung - du säufst mich leer Erinnerung - du verbrauchst meine Luft Erinnerung - du hast mich einfach gerne Du bist mein Tempel Du bist mein Ego Du bist mein Wasser Du bist mein Brot Ich bin dein Boden Ich bin dein Samen Ich bin dein Vater - bin dein Gott Ich bin dein Herr Erinnerung - gib mir deinen Dank Erschlag mich - fester Treib mich in den Wahnsinn Errettet mich - erschaffe mich - verführe mich mit dir Ich bekenne mich - ich liebe dich - ich hasse dich dafür Erinnerung - gib mir deinen Sinn
Submitted by MetalElf — Feb 23, 2026
Ich will betend vor dich treten Bin gekreuzigt am Pfahl der Liebe Christi Blut in meinen Tränen Sieh' mich bitten, Oh, hör' mein Flehen Voller Liebe dich zu erleben Vertrauensvoll mich dir ganz ergeben Dieses Herz dir zu Füßen legen Mein kleines Herz, willst du es nehmen? Sei mein Engel - sei meine Sünde Sei meine Sonne - sei meine Sucht Sei meine Muse - sei meine Lust In dir verweilen - in dir verharren Lieb mich - halt mich - für immer führ mich In deine Welt - führ mich in dein Reich In deine Aura, in deinen Geist In deine Seele, in dein Fleisch Schenk mir nunmehr deine Schmerzen Lass uns teilen unser Leid Lass uns teilen unsere Freuden Sei mein Teil - Ich liebe dich
Submitted by MetalElf — Feb 23, 2026
Lieber sterben Als dies noch einmal zu erleben Mit feuchten Augen blicke ich zurück Meine Lippen zittern hilflos überfordert Zuviel Worte drängen sich gemeinsam durch die Öffnung Nichts darf mehr hinaus Ich muss schweigen Muss den Menschen endlich entfliehen Ich kenne jede ihrer Lügen Kenne jeden falschen Atemzug Der Freund ist viel zu nahe Er ist ein Mensch und Feind Das Schild der Freundschaft deckt ihn jahrelang Dahinter sammelt er die Waffen Flucht Mit feuchten Augen sehne ich mich zurück Erstarre - tiefe Sehnsucht Schweig stille und erfriere Der Blick zurück erfasst den Rauch Die Ruine darunter Erwartungsvoll gespannt Die Silhouette zu erblicken Du steigst aus dem Nebel Zeig mir mehr von dir Fremde Venus - zeig mir mehr Lieber sterben Als dich in vollem Glanz zu sehen Bereite mich Ich falle vor dir nieder - Feind Gib mir mehr von dir Zieh dich aus Entblöße deine Seele An deine Brust will ich mich binden Auf weißem Marmor mich zur Ruhe legen Unter deinen Augen mich dir beugen Unter deinen Schwingen mich dir ganz ergeben Weiße Göttin oder Mensch? Gib mir mehr von dir Lass mich in deinen Krater sinken Nimm mich gefangen in deiner Mitte Erhöre meine Sehnsucht Lieber sterben Als dies noch einmal zu erleben Als dies noch einmal zu erleben
Submitted by MetalElf — Feb 23, 2026
Ekel der die Welt ergreift Hass der durch die Herzen fließt Verderben das durch die Reihen zieht Des Menschen edlen Reihen In denen Gleiches nur zu Gleichen steht Dazwischen eine Kluft sich schlägt Und Rassen wie Geschlechter trennt Oh Ekel der sich der Welt bekennt Kein Mensch hat es gesehen Kein Mensch hat es gehört Kein Mensch wird etwas sagen Und kein Mensch wird danach fragen Die ganze Straße riecht nach Blut Doch es ist nichts geschehen Diese Hände zum Beten gefaltet Diese Hände zum Töten bereit Diese Hände beten um den Frieden Diese Hände werden sie in Fesseln legen Dieser Mund bittet um Gnade Dieser Mund spricht von Schuld Dieser Mensch zerbricht und stirbt Dieser Mensch wird leben Diese Augen haben es gesehen Doch diese Augen schließen sich Und ungehindert fließt das Blut Und das Schweigen wird unerträglich laut
Submitted by MetalElf — Feb 23, 2026
Ein schwaches Kerzenlicht Draußen vor der Türe Im Kampf um Glanz und Wärme Im Kampf um Glanz und Wärme Mein kleines Lebenslicht - eine Flamme im Wind Mein kleines Lebenslicht - eine Flamme im Wind Mein lachendes Gesicht erscheint im Spiegel Ein Atemzug vergeht Dann versinkt es in der Dunkelheit Lautlos und stumm Lautlos und stumm Figuren im Winter Ich lecke meine Seele wund Ein Ruf erhellt die Nacht In Hoffnung gehüllte Erwartung Doch mit der Stille folgt die Einsamkeit Ernüchterung bis hin zur Resignation Statische Monotonie Ein zweiter Ruf bleibt aus Ein zweiter Ruf bleibt aus Meine Gestalt wird Teil der Nacht Der Atem verschleiert mein Spiegelbild Im Nebel erscheint die Silhouette Wie damals - es kehrt wieder Ich entblöße meinen Körper Fremde Augen brennen Wunden in meine Haut Ich spüre meine Sehnsucht wachsen Im Sturm sich meine Hoffnung, mein Verlangen mehren Doch das ist alles was geschieht Das ist alles was geschieht Der Schnee tanzt um die Flamme Ihr Glanz ist trübe Sie birgt kein Licht, keine Wärme Keine Hoffnung mehr in sich Mein Körper vom Eise besiegt Mein Körper vom Eise besiegt Die Flamme erlischt Meine Flamme erlischt Doch der Traum wird niemals enden Die Sehnsucht niemals sterben Noch immer gibt es ein Warten Mein Körper liegt regungslos im Schnee Mein Körper liegt regungslos im Schnee Er harrt der Sonne Die Hände sind geöffnet Das Lächeln im Gesicht wird nie verweht
Submitted by MetalElf — Feb 23, 2026
Wenn man mich fragt werde ich lügen Ich habe Angst vor der Wahrheit Wenn man mir glaubt bin ich sicher Doch aus Reue werd' ich weinen Meine Gedanken wühlen im Dreck Doch meine Hände sind rein Ich will schweigen und blicke zu Boden Ich erzähl mir selbst all die Lügen Ohne nur ein Lachen werd' ich schreien Ohne nur ein Weinen werd' ich mir verzeih'n Ohne nur ein Sehnen werd' ich warten Und doch ich hör' nur Lügen Und wenn ich träume Muss ich mich schämen Ich muss mich erklären Und mich entschuldigen Ich baue eine Mauer Und ziehe meine Kleider aus Ich baue eine Mauer Und ziehe meine Kleider aus Ohne nur ein Lachen werd' ich schreien Ohne nur ein Weinen werd' ich mir verzeih'n Ohne nur ein Sehnen werd' ich warten Und doch ich hör' nur Lügen Alles alles Lüge, alles alles Lüge Alles alles Lüge, alles alles Lüge Alles alles Lüge, alles alles Lüge Alles Alles Lüge Lüge, Lüge, Lüge Alles alles Lüge, alles alles Lüge Alles alles Lüge, alles alles Lüge Alles alles Lüge, alles alles Lüge Alles Alles Lüge Lüge, Lüge, Lüge Ohne nur ein Lachen werd' ich schreien Ohne nur ein Weinen werd' ich mir verzeih'n Ohne nur ein Sehnen werd' ich warten Und doch ich hör' nur Lügen Alles Lüge
Submitted by MetalElf — Feb 23, 2026
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