Nocte Obducta
Single • 2005
Noch sind die Nächte frostig Etwas friert mein Herz zu Eis Ich reiße Wunden, und dein Blut löscht deine Flammen Langsam erwacht das kalte Herz Langsam vergeht ein roter Schmerz Und endlich kommt der Frühling In Blut In Asche Die Asche Vom Frühlingswind geweht in jungen Flieder Der eines Phönix' Schatten wirft Aschefrühling Schon sind die Nächte lau Und Asche rieselt leicht durch unsere Finger Hinab auf Erde, die nach warmem Frühlingsregen riecht Wir blicken einmal noch zurück Wir denken nicht an Leid und Glück Und endlich kommt der Morgen Nach Blut Und Asche Die Asche Vom Frühlingswind geweht in jungen Flieder Der eines Phönix' Schatten wirft Aschefrühling
Submitted by Nargaroth — Apr 26, 2025
Wo im Wald an starken Bäumen Schaukeln schwangen, Kinder lachten Baumeln Zeugen der Verzweiflung, rauhe Stricke, kalte Leichen Wo ich manches mal im Park das Leben liebte, trieben träge Die Kadaver toter Enten auf den stinkend seichten Teichen Wo sind die Schätze, die wir fanden? Wo sind die Stunden, die verschwanden? Ich sehe keine Farben mehr, nur Tod und das, was früher war Mein Spiegelbild ein Grabstein, an dem sich erträumte Ghoule laben Leere Hände fahren teilnahmslos hinauf zu hohlen Wangen Meisen, Amseln werfen nun die Schatten von Geiern und Raben Wo ist das Lachen, das wir kannten? Wo sind die Pfade, die verbanden? Halb erfror'ne Fremde haben letzte Nacht im kargen Park Den Statuen die Kleider grob und ungeschickt vom Leib geschlagen Und der Kelch des Lebens, unter meinem schweren Schritt ist er Zerbroch'nes Glas, an dem süße Wein noch klebt aus alten Tagen "Die fetten Jahre sind vorbei" Es steht an all den hohen Mauern Und es quillt aus all den Mäulern Die um all die Jahre trauern "Der Born der Freunde ist versiegt" Murrt das Volk in den Tavernen Und an Gräbern kniet ein Mann Der musste töten, um zu lernen
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