Nocte Obducta
EP • 2024
Es ist vorüber Es ist vorbei Entzauberte Engel kotzen die Verzeiflung in den schmierig grauen Schnee Auf tote Knospen unter den Bäumen Der Glaube an die Frucht verloren Es ist vorüber Es ist so lange schon vorbei Exkremente türmen sich auf vor nackten Mauern Zu viel Scheiße Vor zu viel Blindheit Und Angst zermürbt die Zinnen Die nackten Füße taumeln durch die Kotze, durch den Schnee Der Schnee zieht Fäden Am Horizont die schwarzen Flammen Sie wandern nicht Sie warten nur Und dann Rollt alles aufeindander zu Im Irrsinn rasender Lähmung In stoischem Verfall Mit der Gewalt sterbender Sterne
Submitted by Iron_Wraith — Apr 26, 2025
Das Strahlen seiner sterbenden Sterne in sanften, grauen Grotten Und immer ein schlenderndes Schmunzeln am Wegesrand Sanftheit Schlendern Verrotten in Schatten Das Grau treibt aus und mordet ohne Taten Gib uns noch einmal das Astwerk im Rücken, die gläsernen Sonnen Das Leichte im Sehnen nach Schwere und Schmerz Noch einmal das tückische Streben nach Reife im kindlichen Herz Die sterbenden Sterne Die standen genau Dort über dem Astwerk am Himmel Noch vor dem Grau Noch lange vor der ganzen Scheiße
Submitted by The Void — Apr 26, 2025
Diese Blumen, die du bringst, von welchem Grab sind sie gepflückt? Zu welchem klammen Bett der Fäulnis hast du dich hinab gebückt? Du kamst mit Schönheit Du bist befleckt Du hast gesündigt Etwas geweckt Totenglocken Und dein Kajal tropft in mein Bier Verkrüppelt kricht der Mond und ist nicht halb so voll wie wir Sieh in die Nacht, bist du zum Reisen bereit? Der kalte Mond ertrinkt in Blut, in Bier, in Dunkelheit Dein zartes Zögern verliert seine Unschuld an die Ewigkeit Das Blut rinnt von den Lippen, und das Biert fließt aus den Flaschen In Rot getränkt dein Kleid, wir sollten es mal wieder waschen Du hast den einen Schritt getan Aus den Gräbern weht der Wind Du hast von diesem Fluss geträumt Das war der Robicon, mein Kind Donnergrollen Die Hölle bricht aus Kenotaphen Der Mond stürzt plump ins Beinhaus, wo die Namenlosen schlafen Sieh in die Nacht, bist du zum Gehen bereit? Der kalte Mond ertrinkt in Blut, in Bier, in Dunkelheit Dein falsches Zögern verliert sein Gesicht an die Unendlichkeit
Submitted by Morgoth — Apr 26, 2025
Phosphoros Erhelle die Gewölbe Die Katakomben betritt man nich allein Die Seilschaft in der Dunkelheit Wird immer heilig sein Faustphisto Im Herzen der Hügel Ein Wald aus Eisen Im Wald der Herzen beginnen die Reisen Wir wollen wieder Verführer und Verführte sein Nichts wissen Nur wollen Die Katakomben betritt man nicht allein
Submitted by SerpentEve — Apr 26, 2025
Gebeugt vor den Spiegeln - im Rücken die Rahmen Der Anblick, den lange wir mieden Die eigenen Züge, die längst leeren Krüge Die Gemälde derer, die schieden Die staubigen Monde, sie stürzen seit Jahren Auf Hallen uns'rer Galerien Und trösten auf schweigenden Fluren Betrachter Die sich manches Bild nie verziehen Und manchmal am Abend am Ende des Sommers Wenn klammere Winde schon gehen Wird man, wenn die Werke im Halbschatten schlummern Den Lidschlag Verblichener sehen
Submitted by Cyberwaste — Apr 26, 2025
← Go back to Nocte Obducta