Das Leben vor dem Tod
Ich möchte sterben, sagt der Mann und singt sein Lied Vom hässlichen Anfang, bis zu dem was jetzt geschieht Sein Flügelschlag ist der Reichtum seiner Welt Er bringt ihn fort, von dem was ihn man Leben hält Jedenfalls, so schluchzt er dann, wurde ich, Schlag für Schlag, ein freier Mann Das schwere Gewicht zieht das Licht aus meinem toten Nichts Es bleibt so kalt, so unsagbar kalt, in meinem fahlen Gesicht Oh, wie weit, wie weit, musste ich gehen? Wie alt musste ich werden, um die Stille zu verstehen? Weiche nicht, wenn der Himmel spricht! Allein in dieser Nacht Geize nicht, wenn der Himmel spricht! Zu dir heut ganz allein Das sterbende Ich ist immer noch nicht heimgekehrt Doch das alte Selbst bleibt tot
Submitted by NecroGod — Jun 08, 2026
Seit Jahren singen sie dieses Lied, von einer unbekannten Ferne Das Land das hinter Stürmen liegt, liegt auf dem Weg zu den Sternen Ohne je zu wissen, wohin die Reise geht, aber auch ohne Mut solang man zu Lande steht Ihr Herz war voll von Träumen, deren Ziel noch unentdeckt, in fernen Wеllen nur, ihre Sehnsucht stеckt Frei! Wollten sie sein und sie fuhren allein, allein zur See Ihr Herz war voller Glück und so kamen sie Stück für Stück zum Ziel Ihr ganzer Mut und ihrer Herzen Glut ging nun auf Und aus naiven Rebellen brach in tosenden Wellen das Bezwingerherz aus Der Wind trägt sie weiter, in die Ferne, auf hohe See Dort (in der tosenden Stille) erwachen ihre Stärken zu neuer Kraft Ein Mensch jagt andere, das ist wahr und war es schon immer! Doch manche Menschen jagen nicht und bleiben für immer tot Drum lebet und jaget, seit glücklich und mutig bis zum Schluss! Manche glauben, dass sie Helden waren, doch wenn sie es waren, waren sie es nur für sich Sie gingen weiter, weiter als die meisten Sie gingen größer und gestärkt aus sich hervor Sie waren einst nur losgefahren und doch, jetzt da sie ankamen waren sie schwach Erinnerungen übersähen ihre Körper Sie waren immer zu weit gegangen, doch jetzt waren sie da!
Submitted by NecroGod — Jun 08, 2026
Sein Fleisch ist schwach, sein Geist hell wach Es reizt ihn die Nacht, um sie zu erquicken Und leicht schwebt die Lust, von hohen Wolken schaut sie ihn an Gelüste verdrängen Erinnerungen, erfüllen ihn, erfüllen ihn mit Schmerz Ich bleibe verhungert, lebe nur einmal, liebe nur einmal Und jetzt nach dieser ganzen Zeit, habе ich vergessen, was mich еigentlich treibt Was mich wirklich berührt und was mich entfesselt, meine Seele entführt und mein Innerstes entschlüsselt Bedrohliches Leuchten im Blick, sucht er den Schutz der Nacht Sein sicherer Instinkt trügt ihn nicht, er folgt ihm, denn sie riecht so gut! Ein Kuss, der sie befreit, eine Lust, die aus mir schreit, ein Verlangen, das mich ergreift, ein Schmerz, der mich zerreißt Die Dunkelheit dieser Nacht, hat ihr das Licht gebracht Es durchdringt ihren gesamten Leib, sie zittert, zuckt und schreit!
Submitted by NecroGod — Jun 08, 2026
Helden werden nicht geboren, sie machen sich selbst, sie bleiben stark und kämpfen laut Gib mir Kraft und gib mir Mut, dann halte dich fest, jetzt kommt meine Wut Mit Gewalt ruft die Schlacht Jetzt ist meine Zeit, ich bin aufgewacht Helden dieser Zeit wo bleibt Eure Wut? Seid Ihr nicht zum Kampf bereit? Ich brauche euren Mut! Helden dieser Wеlt, wo habt ihr euch versteckt? Es ist nun an dеr Zeit, fühlt euch erweckt! Willst Du ein Krieger sein oder ein Clown im Heldenkostüm? Dann stelle dich auf Schläge ein, die wahren Helden blühen! Ich bleibe stark auch, wenn mich tausend Kräfte ziehen Ich stelle mich auf Schmerzen ein, die tausend Götter töten und bleibe in meinem Herzen ein Mann! Wollt ihr nun Kämpfen oder wollt Ihr weiter nur schreien? Ich weiß ihr seid kräftig, also könnt Ihr auch Helden sein! Jeder von uns ist mächtig und zusammen sind wir eine Macht Ich wünscht wir könnten leben, was uns zu echten Helden macht!
Submitted by NecroGod — Jun 08, 2026
Ufer der Zeit, ein Ende das mich weiter treibt Es leuchtet nicht, doch es führt mich innerlich Und das Motiv, das ich in dir sah, blieb auch nach dem Winter immer für mich da Und der Wind trägt mich fort Ich bleibe, keine Sonne bricht meine Herrschaft, mein Angesicht Werde nicht weichen, ich überstehe Es rieselt Frühjahrsschnee Achtet auf den Schnee auf eiskalten Winden schleicht еr seinen Weg, dеr der durch das frostige Mondlicht zieht In dieser Nacht, im Frühjahrsschnee bleibt Schmerz stumm Sie wartet auf den Schnee. Ihre eiskalten Hände umfassen den Tod Der der von dem frostigen Mondlicht zehrt In dieser Nacht, im Frühjahrsschnee bleibt Schmerz stumm
Submitted by NecroGod — Jun 08, 2026
Die Macht, zerschlägt die Tore der Unterwelt und befreit, was lange verborgen lag Mit Kraft, entfesselt durch das Morgenlicht, treibt es mich an, auf dem Weg nach unten Da lag die Qual still und bleich, wie ein Lamm das man zum Opfer reicht Totenblass und trunken von der Nacht, ist sie nie wieder aufgewacht? Flieg, flieg, flieg weit Kehre nie wiеder Heim, dunkles Lеid! Ihre Bitten und Gebete verfehlten ihren Zweck und das was ihre Wünsche prägte, verreckte jäh im Dreck Leid aus tausenden Jahren Schmerz in einem einzigen Moment an einem einzigen Ort, schlägt Stolz Weich drückt mich die Hoffnung nieder und erfüllt mein Herz Leicht ist der Kummer danach, an den ich gebunden bin Flieg, flieg weit Kummer, Angst und Leid Trag mich fort, binde mich beim Wort Gib acht, die Nächte werden wiederkehren Mit Schmerz brechen sie deine Zukunft Gewalt, wird dich nach unten zerren und ich, ich hoffe und bleibe still
Submitted by NecroGod — Jun 08, 2026
Nenn mich ruhig 'nen Looser, ich bin gerne dein Feind Ich bin nicht alleine und nicht so schwach wie es scheint Kannst Du mich verstehen? Fühlst Du meine Kraft? Du kannst dich nicht entziehen, weil man das nicht schafft! Ich liebe meine Siege und ich liebe meinen Kampf Ich bin eins mit meiner Welt und was sich mir entgegenstellt, wird überrollt Ich bin 'ne Dampflokomotive und das Fеuer das mich antreibt, macht mich heiß Vеrsuche mich nur zu kriegen und nur ein Stückchen zu verbiegen, ich lache mich tot Schön, weise und stark! Fühlst du das Feuer an diesem Tag? Spreiz die Flügel und fliege los! Wenn du dir Feinde machst und nicht drüber lachst, dann bist du nicht mein Freund Ich vertrau auf dich, du verbiegst dich nicht, du bist so stolz und stark wie ich Du kannst sie weiterführen und ihr Feuer schüren, steck sie an, steck mit deiner Kraft! Schlägt es dich mal nieder, denk an unsere Lieder, denk an das was uns vereint Nenn mich ruhig einen Looser, ich bin gerne dein Feind Ich bin nicht alleine und nicht so schwach wie es scheint Kannst dich ruhig verstecken, du entkommst mir nicht Auch in dunklen Ecken scheint mein Licht!
Submitted by NecroGod — Jun 08, 2026
Stetig beständiges Schaben, dieser meiner engen Stirn Fortwährend weiter Kratzen am mürben Mauerwerk des Menschseins Stetig beständiges Schaben dieser meiner engen Stirn Fortwährend weiter Kratzen der eingefleischten Enge zu entrinnen (ich halt's nicht aus, schab wеiter, es muss einеn Ausweg geben, ich will raus, einfach nur weiterschaben Alles ist besser als hier drin, alles ist besser als hier drin, ich will raus, schab weiter, schab...) Abgewetzte Haut, auch freigelegter Schädelknochen wird heilen Geduld, Geduld Es gibt noch Hoffnung eine Handvoll Hinausgequälter reibt sich mit mir nach Leibeskräften am Fundament schabt, und schabt am Fundament Ich nage mir noch eher die Haut vom Gebein, als dass ich einstimmte in eure Hymne der Wichtigkeit des Überlebens, egal wofür Ich fresse mit Genuss meine träge Zunge, bevor ich einstimmte in euren Heldenwahn der jungen, nackten, nutzlosen Körper Ich schlage so lange diesen Kopf an diese Wand, bis sie aufbricht, oder er, was kümmert's mich Bis es Licht gibt, bis Ruhe herrscht, bis Ordnung geschaffen, bis Klarheit eintritt und sei es nur für einen einzigen absoluten Moment Stetig beständiges Schaben dieser meiner engen Stirn Fortwährend weiter Kratzen am mürben Mauerwerk des Menschseins
Submitted by NecroGod — Jun 08, 2026