AZ / MMXV (EP)
Meister, Meister gib mir Rosen Rosen auf mein weißes Kleid Stech die Blumen in den bloßen Unberührten Mädchenleib Ein gutes Mädchen lief einst fort Verließ der Kindheit schönen Ort Verließ die Eltern und sogar Den Mann, dem sie versprochen war Vor einem Haus, da blieb sie steh'n Darinnen war ein Mann zu seh'n Der Bilder stach in nackte Haut Da rief das gute Mädchen laut: Meister, Meister gib mir Rosen Rosen auf mein weißes Kleid Stech die Blumen in den bloßen Unberührten Mädchenleib 'Diese Rosen kosten Blut' Sprach der Meister sanft und gut 'Enden früh dein junges Leben Will dir lieber keine geben' Doch das Mädchen war vernarrt Hat auf Knien ausgeharrt Bis er nicht mehr widerstand Und die Nadeln nahm zur Hand Meister, Meister gib mir Rosen Rosen auf mein weißes Kleid Stech die Blumen in den bloßen Unberührten Mädchenleib Und aus seinen tiefen Stichen Wuchsen Blätter, wuchsen Blüten Wuchsen unbekannte Schmerzen In dem jungen Mädchenherzen Später hat man sie geseh'n Einsam an den Wassern steh'n Niemals hat man je erfahr'n Welchen Preis der Meister nahm Meister, Meister gib mir Rosen Rosen auf mein weißes Kleid Stech die Blumen in den bloßen Unberührten Mädchenleib Meister, Meister gib mir Rosen Rosen auf mein weißes Kleid Stech die Blumen in den bloßen Unberührten Mädchenleib
Submitted by Grave666 — May 05, 2026
Es lebte ein Weib im Norden am Meer Zwei Töchter gebar sie, es ist lange her Die Eine war hell und von schöner Gestalt Die Ältere aber war dunkel und kalt Die Eifersucht nagte an ihr Jahr und Tag Sie wünschte, die Schönere läge im Grab Und dann eines Tages, der Wind wehter sehr Da stieß sie die Schwester vom Felsen hinab ins Meer Der Wind und die Wogen sie tosen und schrei'n Weit über die Klippen, laut über den Stein Doch durch den Wind und die Wogen dringen Töne herbei Die Stimme des Mädchens, ein Lied wie ein Schrei Zwei Spielleute gingen am windigen Strand Sie fanden den leblosen Körper im Sand Sie nahmen ihr Haar, sie nahmen ihr Bein Sie bauten die Harfe, das Lied zu befrei'n Als sie sie stellten am Strand in den Wind Begann sie zu spielen, sie weinten sich blind So traurig erklang eine Weise und leis Gab sie den namen der Mörderin preis Der Wind und die Wogen sie tosen und schrei'n Weit über die Klippen, laut über den Stein Doch durch den Wind und die Wogen dringen Töne herbei Die Stimme des Mädchens Oh grausame Schwester, was hast du getan Das Mädchen getötet im fiebrigen Wahn Mit Neid im Herzen, mit Bosheit im Bauch Nun wartet die Hölle, sie töten dich auch! Der Wind und die Wogen sie tosen und schrei'n Weit über die Klippen, laut über den Stein Doch durch den Wind und die Wogen dringen Töne herbei Die Stimme des Mädchens, ein Lied wie ein Schrei
Submitted by Grave666 — May 05, 2026
Sie legten dich ins Grab hinein (Sie legten dich ins Grab hinein) Bedeckten dich mit schwerem Stein (Bedeckten dich mit schwerem Stein) Ich kniete lang im Kerzenlicht Doch ich ertrug die Leere nicht So brachte ich dich, Liebste, wieder heim Was uns einst von Gott gegeben Wird uns auch der Tod nicht nehmen Mit jedem neuen Kuss von mir (Wirst du wach, wirst du wach) Schlägt ein neues Herz in dir (In der Nacht, in der Nacht) Wie schwarze Seide glänzt dein Haar Die Augen wie Kristall so klar Ich war dein Mann, du meine Braut (Ich war dein Mann, du meine Braut) Ich wärmte dich an meiner Haut (Ich wärmte dich an meiner Haut) Ich salbte und ich kämmte dich Bemalte dich mit sanftem Strich Hab dir mein Herz, mein Sehnen anvertraut Mit jedem neuen Kuss von mir (Wirst du wach, wirst du wach) Schlägt ein neues Herz in dir (In der Nacht, in der Nacht) Wie schwarze Seide glänzt dein Haar Die Augen wie Kristall so klar (Wirst du wach, wirst du wach) (In der Nacht, in der Nacht) (Wirst du wach, in der Nacht) Mit jedem neuen Kuss von mir (Wirst du wach, wirst du wach) Schlägt ein neues Herz in dir (In der Nacht, in der Nacht) Wie schwarze Seide glänzt dein Haar Die Augen wie Kristall so klar
Submitted by Grave666 — May 05, 2026
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Ängstlich vor dir Weite suchen Dich nicht findend, dabei fluchen Springen, tanzen und mich drehen Nur noch grelle Farben sehen Immer neu den Drachen schicken Meine Haut mit Dornen spicken Um das Haus im Veitstanz springen Vor dem Feuer mit dir ringen Alles dreht sich um mich her Die Welt versinkt im Farbenmeer Wenn ich tanze Mit dir tanze Geil auf dich die Zweifel töten In dem Schattenkreis erröten Wenn ich nackt wie ich geboren Halb gefunden halb verloren Halb gezogen halb gesunken Halb verdurstet halb betrunken Mitternächtlich bei dir liege Töricht mich um dich betrüge Alles dreht sich um mich her Die Welt versinkt im Farbenmeer Wenn ich tanze Mit dir tanze Wenn ich tanze Mit dir tanze In meinem Kopf sind Spiegelscherben Taumelnd stürz ich ins Verderben Zwischen Tod und ewig leben Muss es etwas Drittes geben Alles dreht sich um mich her Die Welt versinkt im Farbenmeer Wenn ich tanze Mit dir tanze Wenn ich tanze Mit dir tanze
Submitted by Grave666 — May 05, 2026