Vogelfrey
Album • 2010
Meine Brüder des heiligen Officiums Es ist keine Neuigkeit, dass wir in einer schier gottlosen Zeit leben Der gemeine Mensch ist kaum mehr als ein Schwein Das sich im stinkenden Exkrement der Sünde suhlt Dies alles wisst ihr schon Doch horcht Hört ihr nicht diese Klänge? Musik? Nein! Das ist das Schreien eines Neugeborenen Das erste Lautieren eines infernalischen Säuglings Es ist die gottgegebene Pflicht unserer heiligen Inquisition Diese Epidemie zu verhindern Wir müssen rasch handeln, denn es hat schon begonnen
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
In nicht eben kirchlicher Manier Erklingt ein Teufelston im Wald Erhebt sich ächzend überm Holz Und fliegt davon in Missgestalt Wer ihn erzeugt, ward nicht geseh'n Die Vaganten blieben unentdeckt Doch befindet der Jäger unbeirrt Dass ein sechsköpfiger Dämon dahinter steckt Ja! Hoch oben in luft'ger Höh' Ein schwarzer Rabe fliegt In Acht und Bann zieh'n wir durchs Land Heimlichtuerei des Lebens Unterpfand Verhüllt mit Schatten dunkler Macht Sind wir Futter für die Vögel Auf dass wir singend untergeh'n Heidenpack voll Häresie Wenn Schaden bringt, wer lebend bleibt und singt Ist's wohl mit bloßem Wort nicht mehr getan Auf dass das Lied vom Galgen klingt Ist Angst, ist Hass gepaartes Wesen Das des Häschers Jagdlust treibt Das Leben eine einz'ge Flucht ins Nichts Geschmückt mit Tönen froher Farb' Jedoch exkommuniziert Heißt nicht exekutiert In Acht und Bann gejagt durchs Land Heimlichtuerei des Lebens Unterpfand Doch bei all dem Leid und trotz Verdruss Ist in des Raben Ohr der Tritonus Ein wahrer Hörgenuss In einem Käfig bringt man ihn gebunden auf den Platz Triumphgeheul verkündet das Ende der Hatz Es scheint als sei des Goliarden Grenze der Himmel nicht mehr Der Galgen wartet, der Strick verwaist und leer Doch ungebrochen ist des Raben Blick Dem Ende noch so nah grämt ihn nicht dies düst're Geschick Gehängt und um das Haupt gebracht verhallt sein Ton im Nichts Doch selbst von Schnäbeln behackt fault er grinsenden Gesichts Und wie die Zeit verstrich, verging auch des Barden Gestalt Als Festmahl für die Raben verschwand sein Körper schon recht bald Aus seinen Knochen jedoch unversehrt der Erde zum Geschenk gemacht Erhob der schwarze Vogel sich erneut und flog hinaus in die junge Nacht Selbst die Inquisition Singt uns're Lieder schon In Acht und Bann verkannt im Land Heimlichtuerei des Lebens Unterpfand Gehüllt in Klänge fremder Kraft Sind wir Futter für die Vögel Auf dass wir singend untergeh'n
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Die Mitternacht zog näher schon In stiller Ruh' lag Babylon Nur oben in des Königs Schloss Da flackert's, da lärmt des Königs Tross Dort oben in dem Königssaal Belsazar hielt sein Königsmahl Die Knechte saßen in schimmernden Reihen Und leerten die Becher mit funkelndem Wein Es klirrten die Becher, es jauchzten die Knecht' So klang es dem störrigen Könige recht Des Königs Wangen leuchten Glut Im Wein erwuchs ihm kecker Mut Und blindlings reißt der Mut ihn fort Und er lästert die Gottheit mit sündigem Wort Brüstet sich frech und lästert wild Die Knechtenschar ihm Beifall brüllt (Ha-ha-ha-ha) Der König rief mit stolzem Blick Der Diener eilt und kehrt zurück Er trug viel gülden Gerät auf dem Haupt Das war aus dem Tempel Jehovas geraubt Der König ergriff mit frevler Hand Einen heiligen Becher gefüllt bis am Rand Er leert ihn hastig bis auf den Grund Und rufet laut mit schäumendem Mund: „Jehova, dir künd' ich auf ewig Hohn Ich bin der König von Babylon“ (Ja!) Doch kaum das grause Wort verklang Dem König ward's heimlich im Busen bang Das gellende Lachen verstummte zumal Es wurde leichenstill im Saal Und sieh und sieh an weißer Wand Da kam's hervor wie Menschenhand Und schrieb und schrieb an weißer Wand Buchstaben von Feuer und schrieb und schwand Und zieh und zieh an weißer Wand Da kam's hervor wie Menschenhand Und schrieb und schrieb an weißer Wand Buchstaben von Feuer und schrieb und schwand Der König stieren Blicks da saß Mit schlotternden Knien und totenblass Die Kneschtenschar saß kalt durchgraut Und saß gar still, gab keinen Laut Die Magier kamen, doch keiner verstand Zu deuten die Flammenschrift an der Wand (An der Wand) Belsazar ward aber in selbiger Nacht Von seinen Knechten umgebracht
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
An die Waffen, auf zu Ross Wir ziehen in den Krieg Für Königreich und unsern Ruhm Den wohlverdienten Sieg Lange Schreie, Stahl auf Haut Die Erde färbt sich rot Brüder kämpfet unbeschwert Kämpfet bis zum Tod Wir sind Helden - Angst kenn'n wir nicht Wir sind Helden - Töten ist Pflicht Wir sind Helden - Der Stahl färbt sich rot Wir sind Helden - Sieg oder Tod Standhaft bleiben in der Schlacht Zeugt von Mut und Ehre Das Seelenfeuer ist entfacht Vorbei die inn're Leere Den Tod im Auge um mich her Ist was ich will Höret auf mich Königsrecken Auf sie mit Gebrüll Wir sind Helden - Angst kenn'n wir nicht Wir sind Helden - Töten ist Pflicht Wir sind Helden - Der Stahl färbt sich rot Wir sind Helden (Oh, ja) Wir sind Helden - Angst kenn'n wir nicht Wir sind Helden - Töten ist Pflicht Wir sind Helden - Der Stahl färbt sich rot Wir sind Helden - Sieg oder Tod Ich seh' den Feind am Horizont Er nähert sich rasch und starrt von Waffen Ohne Zweifel ins Verderben Ich hab' keine Angst zu sterben Helden - Angst kenn'n wir nicht Wir sind Helden - Töten ist Pflicht Wir sind Helden - Der Stahl färbt sich rot Wir sind Helden (Helden, Helden) Wir sind Helden - Angst kenn'n wir nicht Wir sind Helden - Töten ist Pflicht Wir sind Heiden - Nach Gottes Gebot Wir sind Helden - Sieg oder Tod
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Im Schatten der Welt Den das Licht des Lebens wirft Wohin kein Pfad auf Erden führt An jenem Ort gezeichnet von Dunkel und Endlichkeit Wo nie ein lebend Wesen verweilte Dort wächst ein Wald Seit Anbeginn und immerfort Doch trägt kein Ast ein einziges Blatt Einst verirrte sich im Traum Ein junger Mann dorthin Schnell trat Erstaunen an Stelle von Furcht Nicht den kleinsten Laut Nur seinen Atem konnt' er hören So irrte er umher An einem Bach schwarzen Wassers machte er Halt Trog ihn der Sinn oder hörte er eine Stimme? Nein, kein Zweifel! Es war eine Frau die dort rief Wie gebannt folgte er ihrer Stimme warmen Klang Im schwarzen Hain Mit mir allein In silbrig Schein So sprich, was könnte schöner sein? Der Stimme folgend voller Hast erreichte er schließlich erschöpft Einen Hain, der im Dunkel der Nacht silbrig glomm Mit bloßen Händen teilte er wie einen Vorhang sanft die Zweige Dann erblickte er sie Er kannte die Stimme und das schöne Gesicht Die Erinnerung kam schnell zu ihm zurück Wie in Trance ließ er sich von ihr ins Dickicht zieh'n Und ergab sich ihrer schier unendlichen Macht Der Morgen kam, der Traum verschwand Die Qual ihn brannte als er es erkannt' Fortan zog er ruhelos durchs Land Doch er den Hain nie lebend fand Im schwarzen Hain Mit mir allein In silbrig Schein So sprich, was könnte schöner sein? Im schwarzen Hain Mit dir allein In silbrig Schein Ich weiß, nichts könnte schöner sein Nein Im schwarzen Hain (Mit dir allein) Zusammen sein (Im schwarzen Hain) In silbrig Schein (So soll es sein) Dies soll für uns das Ende sein
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Am schwarzen Galgen Einarmig, lieber Geselle Tanzen, tanzen die Paladine Die mageren Paladine der Hölle Die Skelette der Saladine Der gnädige Herr Beelzebub, der zerrte an dem Stricke Sein schwarzes Püppchenvolk, das grinsend zum Himmel sieht Und einer Schlurre Sohle klatschend ins Genicke Lässt tanzen, (Tanzen) tanzen sie zu altem Weihnachtslied Und die gestoßenen Puppen verflechten die langen Mageren Arme wie schwarze Orgeln Und off'ne Brüste die freundliche Fräuleins vor Zeiten umschlangen Puffen sich lang in scheußlichem Liebesgelüste Hurra ihr lust'gen Tänzer, die Wänste müsst ihr missen Luftspringen kann man jetzt, die Bretter sind so lang Hopp, ob Tanz ob Schlacht, man braucht es nicht zu wissen Die Geigen Beelzebub kratzt mit verrücktem Klang Oh, harte Fersen, nie verbraucht man die Sandale Fast alle haben das Hemd der Haut sich abgetan Der Rest stört weniger mehr wird keinem zum Skandale Den Schädeln pappt der Schnee ein weißes Hütchen an Den riss'gen Schädeln macht der Rabe ein Panier Am mag'ren Kinn ein fleisch'ger Brocken baumelt Man könnte meinen, dass in düsterem Turnier Erstarrter Helden Schar an papp'ne Panzer taumelt Hurra, es pfeift der Wind zum Festball der Gebeine Der schwarze Galgen heult wie einer Orgel Stahl Die Wölfe nah'n zur Antwort aus dem Blau der Haine Am Horizont der Himmel rotes Höllenmal Hei schüttelt diese Hauptleut' mir die voller Tücken Mit den zerbrochenen plumpen Fingern einen Rosenkranz Der Liebe beten auf dem gleichen Grat der Rücken Kein Kloster gibt es Abgeschiedne hier des Land's La-lalala-lalala-lalalala Lalala-lalala-lalala-lalalalala La-lalala-lalala-lalala Lalala-lalala-lalala-lalalalala La-lalala-lalala-lalala Lalala-lalala-lalala-lalalalala (Hey) Doch plötzlich in des Tanzes wilden Todesträumen Bäumt sich ein toll Skelett zum roten Himmel auf Vom Taumel fortgejagt wie sich ein Pferd mag bäumen Und spürend noch am Hals des starren Seiles Knauf Krampft kleine Finger in des Schenkelbeins Geknacke Mit Tönen wie von höhnischen Gelächters Klang Dann prallt es wie ein Clown zurückkehrt zur Baracke Von neuem in den Ball zu der Gerippe Sang Hurra ihr lust'gen Tänzer die Wänste müsste ihr missen Luftspringen kann man jetzt, die Bretter sind so lang Hopp, ob Tanz ob Schlacht, man braucht es nicht zu wissen Die Geigen Beelzebub kratzt mit verrücktem Klang Hurra, es pfeift der Wind zum Festball der Gebeine Der schwarze Galgen heult wie einer Orgel Stahl Die Wölfe nah'n zur Antwort aus dem Blau der Haine Am Horizont der Himmel rotes Höllenmal La-lalala-lalala-lalalala (Hey) La-lalala-lalala-lalalala Lalala-lalala-lalala-lalalalala La-lalala-lalala-lalalala Lalala-lalala-lalala-lalalalala (Hey) La-lalala-lalala-lalalala Lalala-lalala-lalala-lalalalala La-lalala-lalala-lalalala Lalala-lalala-lalala-lalalalala (Hey)
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Oh, euer Geld und euer Gut Das wird dereinst zergeh'n Wie Butter an der Sonne Glut Wie wird's um euch dann steh'n? Im düster'n Auge keine Träne Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne Deutschland, wir weben dein Leichentuch Wir weben hinein den dreifachen Fluch (Pah!) Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten In Winterskälte und Hungersnöten Wir haben vergebens gehofft und geharrt Man hat uns geäfft, gefoppt und genarrt (Ja!) Oh, euer Geld und euer Gut Das wird dereinst zergeh'n Wie Butter an der Sonne Glut Wie wird's um euch dann steh'n? Wir weben Ein Fluch dem König, dem König der Reichen Den unser Elend nicht konnte erweichen Der den letzten Groschen von uns erpresst Und uns wie Hunde erschießen lässt Ein Fluch dem falschen Vaterlande Wo nur gedeihen Schmach und Schande Wo jede Blume früh geknickt Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt Oh, euer Geld und euer Gut Das wird dereinst zergeh'n Wie Butter an der Sonne Glut Wie wird's um euch dann steh'n? Wir weben Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht Wir weben emsig Tag und Nacht Alt-Deutschland, wir weben dein Leichentuch Wir weben hinein den dreifachen Fluch Oh, euer Geld und euer Gut Das wird dereinst zergeh'n Wie Butter an der Sonne Glut Wie wird's um euch dann steh'n? Ihr seid die Quelle aller Not Die hier den Armen drücket Ihr seid's die ihr das trock'ne Brot Noch vor dem Munde rücket Oh, euer Geld und euer Gut Das wird dereinst zergeh'n Wie Butter an der Sonne Glut Wie wird's um euch dann steh'n? Ihr Schurken, all ihr Satansbrut Ihr höllischen Kujone Ihr fresst der Armen Hab und Gut Und Fluch wird euch zum Lohne, ja Wir weben Wir weben
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Die Hörner längst schon auf dem Feld erklangen Der Heerführer des Feindes aufgehangen Die Sonne sich im Westen senkt Weit überm Land von Blut getränkt Die Skalden längst schon unsern Mut besangen Der Angriff kam so mussten wir uns wehren Der Christ wollt' uns ein's Besseren belehren Axt und Schwerter kreuzten wir Im festen Glauben an dich Týr Dass uns die Christenheit nie wird bekehren Nah bei den Fjorden Schiffe war'n gesehen Kreuze zier'n die Segel der Galeeren 'ne Übermacht den Thursen gleich Fällt ein in unser Königreich Doch wir als starke Streitmacht vor ihn'n stehen Beim Ausfall brachen wir in ihre Heere Vergessen war das Wort von Mut und Ehre Flamm'nde Klingen, zehn Männer stark Fraßen sich durch Stolz und Mark Dass sie gewahr'n, sie niemals siegen werden Templer fielen wie altes Laub Verblutend in des Grabes Staub Das letzte Stoßgebet verklingt ins Leere Tausende sind bei uns eingefallen Gelähmt hör' ich dein'n Todesschrei erschallen Freund und Gefährte warst du mir Als Waffenbrüder kämpften wir Doch gegen diesen Feind solltest du fallen Oh, erlegen bist du dieser Schlacht Walküren dich hinfort gebracht Dort sitzt du nun in Asgards gold'nen Hallen
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Dein wallend Haar so schön, so rot Deine Haut so weiß und rein Obwohl ich die Gefahr kenn', die mir droht Möchte ich mit dir sein Dein Gesang so lieblich, so warm Viel schöner als der, der Nachtigall Entblößt liegst du in meinem Arm Die Sonne versinkt im Tal Doch übel redet man dir nach Grund deines feuerroten Haares Aus Furcht gestreut die falsche Kund' Es wächst der Hass der Schergenschar Man hätt' dich geseh'n auf des Teufels Berg Voll schwarz verdorb'ner Hexenkunst Sie wünschen dir den Flammentod Dank des Feuers Gunst Sonntag Mittag, zwölfe Uhr Du stehst gefesselt auf dem Schafott Um dich herum die ganze Stadt Sich versammelt hat Die Heuballen sind präpariert Die Fackel sich b'reits entzündet hat Ein Spruch ein Blitz ein Feuerball Es brennt die ganze Stadt Nur du allein auf dem Scheiterhaufen Es überstanden hast La-lala-lala-lalala La-lalala-lala La-lala-lala-lalala La-lalala-lala La-lala-lala-lalala La-lalala-lala Ich bereits auf des Teufels Berg Sehnsüchtig auf dich wart'
Submitted by Iron_Wraith — Feb 19, 2026
Feenfleisch (Feenfleisch) Willkommen In uns'rem Heim Werte Wand'rer Tretet ein Gierende Augen Triefender Mund Verzückte Fratze Von der Reise ganz wund Denn an dieser uns'rer Tafel Ist für jeden ein Platz frei Mit Geigenklängen und Geschwafel Ist die Zeit des Wartens schnell vorbei Es gibt Feenfleisch Feenfleisch Weidet eure Augen an diesen Herrlichkeiten Feenfleisch Es gibt Feenfleisch Denn zum Essen sind sie da Sind sie nicht bezaubernd? Sind sie nicht kokett? Atemberaubend Nett Eine Augenweide Filigraner Genuss Für jeden Feinschmecker Ein kulinarischer Erguss Uh, ja Kommt an diese uns're Tafel Ist auch für Euch ein Platz hier frei Lauscht Geigenklängen und Geschwafel Genießt den wohlig warmen Duft Es gibt Feenfleisch Feenfleisch Weidet eure Augen an diesen Herrlichkeiten Feenfleisch Es gibt Feenfleisch Denn zum Küssen sind sie da
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Gefüllter Wanst wohl nie den Hunger bricht Und gestillte Begierde die Wollust nicht Drum laden wir euch herzlich ein An unserer Tafel Gast zu sein
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
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