Vogelfrey
Album • 2012
Im tristen Grau der Menschenwelt Um Farbenpracht es schlecht bestellt Gar selten streift ein Sonnenstrahl Die Düsternis der Erdenqual Und auch im Klang herrscht Armut hier Meist platter Lärm, drum sag' ich dir Es gibt noch Hoffnung Melodei Berücht'ger Nam' ist Vogel– einerlei!
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Zunächst wär' da ein edler Mann Der flink die Saiten zupfen kann Jedoch ist er kein braver Christ Was keiner unter Reichsacht ist Muss er auch vor Schergen flieh'n Spinnengleich die Finger zieh'n Genie oder schwarze Magie Weiß man in Teufels Bunde nie Zum Weibe stellt ein Rätsel sich Welch Schande (Ungeheuerlich) Aus gutem Hause junge Frau In streichend' Arm fließt Himmelsblau „Wer nahm die Tochter?“ klagt es bang Den Eltern fehlt der warme Klang (Entführt, verhext) Man nicht erfuhr Was sie trieb in die Wälder nur Ich weiß, die Not ist groß Fällt der Klang nicht in den Schoß Der schwache Schall verhallt Als Akt der Geknechteten Oft trügt nur der Schein Doch so muss es ja nicht sein Die Hoffnung aus dem Wald Der Pakt der Geächteten Des Raubmords er sich schuldig macht Wack'rer Herr, nimm dich in Acht Ihn ergreifen lohnende Tat? Da hab' ich einen anderen Rat Dröhnt die Axt in deinem Leib Beglückst daheim nie mehr dein Weib Klingt im Wald sein Horn dann auf Sei klug, bleib auf dem Weg und lauf Gib Acht auch vor dem groben Heiden Schlagend lässt er Tierhaut leiden Arbeit fand der Störenfried Sls Sklaventrommler, Schlachter, Schmied Heut müsst' er der Trommel lauschen Am Strick zu raunend Menge Rauschen Doch fremd' Getrommel reizt ihn nicht (So betrinkt er sich im Dämmerlicht) Ich weiß, die Not ist groß Fällt der Klang nicht in den Schoß Der schwache Schall verhallt Als Akt der Geknechteten Oft trügt nur der Schein Doch so muss es ja nicht sein Die Hoffnung aus dem Wald Der Pakt der Geächteten Hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey Hey, hey, hey, hey, hey, hey, hey Ihr edlen Leut das waren nun vier Der sechs Legenden ich verlier' Die Lust, würd' mich nun schlafen legen Doch Speis und Trank könnt' mich bewegen In Waldesnacht ein Silberklang Aus seiner Violine drang Verführt der Jungfrau'n keusche Schar Und raubt die Unschuld ihnen gar Sein dunkles Heer von Klang und Ton Ließ manches Weib entschwinden schon Knechtschaft bringt sein Wunderklang Die Welt geweiht dem Untergang Doch will nicht mehr der Zeit euch klau'n Mm Grunde könnt ihr mir nicht trau'n Von diesem scheußlich' Ketzerklan Bin ich Stimme und Organ (Ha-ha-ha) Ich weiß, die Not ist groß Fällt der Klang nicht in den Schoß Der schwache Schall verhallt Als Akt der Geknechteten Oft trügt nur der Schein Doch so muss es ja nicht sein Die Hoffnung aus dem Wald Der Pakt der Geächteten Ich weiß, die Not ist groß Fällt der Klang nicht in den Schoß Der schwache Schall verhallt Als Akt der Geknechteten Oft trügt nur der Schein Doch so muss es ja nicht sein Die Hoffnung aus dem Wald Der Pakt der Geächteten
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Blick' in des Feindes Breigesicht Halt' ihm den blanken Spiegel vor Will einseh'n er den Irrtum nicht Der Spiegel fährt von Ohr zu Ohr Und ist er noch kein Breigesicht Wird er's, sobald die Klinge trifft Da splittert laut die Knochenschicht Schreib's in sein Hirn in roter Schrift Freunde reißt die Axt empor Grimme Taten jeder schwor Dulde feiges Zaudern nicht Blickt auch der Tod euch ins Gesicht Schlitzt die Wänste brecht's Genick Verliert euch ganz im Kriegsgeschick Wenn der Feind im Blut ertrinkt Die Seele in den Himmel springt Wenn mein Weg von Leichen gespickt Hab' ich genug hinfort geschickt Der Tod ist unsre Düsterpflicht Brüder fürchtet Schmerzen nicht Bis im nächsten Sonnenschein Vom Feinde wird nichts übrig sein Es naht mein letzter Kampfesschrei Ein Pfeil ihn aus der Kehle trieb Ich nutz' den letzten Atemzug Für einen letzten Schädelhieb Nun sollt' ich frei sein, tanz' um's Feuer Fern von Krieges Ungeheuer Treib' auf Fluten, flieg' im Winde Dennoch niemals Ruhe finde Fern der Welt im Nebelstaub Kampfeslust die Sinne raubt Kann nicht bleiben, Ruf der Schlacht Zurück zieht mich der Blutgier Macht Verdammt zieh' ich mit meinen Recken Neuen Ruhm und Tod erwecken Der Tod ist unsre Düsterpflicht Brüder fürchtet Schmerzen nicht Bis im nächsten Sonnenschein Vom Feinde wird nichts übrig sein Der Tod ist unsre Düsterpflicht Brüder fürchtet Schmerzen nicht Bis im nächsten Sonnenschein Vom Feinde wird nichts übrig sein Der Tod ist unsre Düsterpflicht Brüder fürchtet Schmerzen nicht Bis im nächsten Sonnenschein Vom Feinde wird nichts übrig sein
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Und jetzt, und jetzt tanzen! Ich trage dich auf Händen, traute Zweisamkeit Bring' dir Blumen und Ringe, werbe jederzeit Doch verschwindet mal die Etikett', ich triebhaft werde gar Geliebte, vergiss nicht, der Grund dafür ist klar Klar und golden Zwei, drei, vier Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met Am Boden einer Bernsteinflasche rastet mein Verstand Der Rausch vertreibt die Sorgen wie der Wind die Spuren im Sand Oh, vergib mir meinen Hang zu diesem göttlichen Gebräu Und wenn's mich auch verleitet, ich auch später was bereu' Denn– Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met (Ich kann nichts dafür) Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met (Der Met ist schuld) Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Der Met Der Met Der Met Der Met La-la-la, la-la-la-la-la La-la, la-la-la-la-la-la-la-la-la La-la-la, la-la-la-la-la La-la, la-la-la-la-la-la-la-la-la La-la-la-la-la, la-la-la-la-la-la-la-la-la-la-la Und jetzt, und jetzt alle! La-la-la, la-la-la-la-la La-la, la-la-la-la-la-la-la-la-la La-la-la, la-la-la-la-la La-la, la-la-la-la-la-la-la-la-la La-la-la-la-la, la-la-la-la-la-la-la-la-la-la-la La-la-la, la-la-la-la-la La-la, la-la-la-la-la-la-la-la-la Bei honigsüßem Teufelsritt Macht sogar der Pfaffe mit Hast Gehörnten du geritten Vergisst du all die strengen Sitten Schenket nach, macht voll das Horn Honigwein durchfließt den Dorn Und morgens auf der Humpen Gründe (Ja) Zeugt nur ein Schädel von der Sünde Zwei, drei, vier Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met (Ich kann nichts dafür) Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met (Der Met ist schuld) Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) Schuld ist nur der Met (Met, Met, Met) (Ich kann nichts dafür)
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Kleine Träne, lauf hinab Ins dunkle Tal, lebendig Grab Flieh das Licht der Seelenspiegel Flücht in schwarzen Schlundes Wiege Es lebte einst in fernem Lande Ein Mägdelein von jungen Jahren Dem Vater war sie keine Schande Der Schönheit Fluch sollt' sie erfahren Ein ält'rer Mann bat um ihre Hand Wollt' junges Fleisch, das ihm zu Willen Er voll Gelüste, von Gier übermannt Sie war zu jung um seine Lust zu stillen Und jeden Abend, wenn zu dämmern es begann Saß die junge Braut am flackernd' Feuer fortan Wollt' ertrinken am Rinnsal im Gesicht Wenn die Zimmertür knarrte, löschte das Mägdelein das Licht Kleine Träne, lauf hinab Ins dunkle Tal, lebendig Grab Flieh das Licht der Seelenspiegel Flücht in schwarzen Schlundes Wiege Und jeden Tag wuchs des Mägdeleins Gram Bis letztlich sie eine Stimme vernahm „Hör auf zu weinen, vergiss deinen Schmerz Deine Tränen versengen mein Herz Brennende Tränen entzündet von Schmerz Lasse das Weinen verschone mein Herz“ „Wer bist du Fremder im Schatten versteckt?“ Die Stimme im Finst'ren das Mädchen erschreckt „Dein Freund, Geliebter, helfende Hand“ Tönt's aus dem Dunkel des Zimmers galant Und an diesem Abend als zu dämmern es begann Saß keine Braut am flackernd' Feuer sodann Gier in Zorn und Verzweiflung umschwang Denn seine Braut ward mit dem Fremden gegangen Kleine Träne, lauf hinab Ins dunkle Tal, lebendig Grab Flieh das Licht der Seelenspiegel Schlaf ruhig in schwarzen Schlundes Wiege
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Auf seinem Ross der stählernd' Mann Schnell eilt er die Straße lang Zu finden Untier auf der Flucht Zu stillen innig' brennend' Sucht Nach Frau und Ruhm herrscht keine Gier Zu töten ist sein einziges Pläsier Im Galopp und Schritt für Schritt Die Berge stets im kalten Blick Nach wildem Ritt in luft'ge Höh'n Schwarz wie Basalt vorm Bau zu steh'n Gar federgleich die Klinge taucht In tintenschwarzes Blut der Echse Bauch Nun steht er da und lächelt breit Umgeben von Glanz und Eingeweiden Ruhm und Reichtum sind ihm gleich Nur Jungfrau'n ab und zu vielleicht Doch Drachentöter wurd' er Um des Schlachtens willen einzig Grund Das zu tun, was ihm gefällt Macht ihn weit übers Land hinaus zum Held Steht triumphal im Blute Teich So wie ein Denkmal seiner gleich Heinrich der Schlächter wird er genannt Berühmt und berüchtigt im ganzen Land Schwarz wie die Nacht strahlt er wie der Mond Von Heinrich dem Schlächter wird nichts verschont Tod! Tod! Tod! Tod! Tod und Grausamkeit und Streit Seit Kindesalter bester Freund Als Kind schlug er mit Leidenschaft Der Nachbarskatz' den Schädel ab Auch der Mutter lieber Hund Versank mit Sack und Stein im schwarzen Sumpf Drum hat er nicht lang nachgedacht Sein Hobby zum Beruf gemacht Denn wohl keiner ihn bestraft Dem Bestien er vom Halse schafft Wenn's nur reicht für Brot und Bier Werden weiter Drachen liquidiert (Liquidiert) So lebt er seine Perversion Für kaum mehr als den Mindestlohn Heinrich der Schlächter wird er genannt Berühmt und berüchtigt im ganzen Land Schwarz wie die Nacht strahlt er wie der Mond Von Heinrich dem Schlächter wird nichts verschont Heinrich der Schlächter wird er genannt Berühmt und berüchtigt im ganzen Land Schwarz wie die Nacht strahlt er wie der Mond Von Heinrich dem Schlächter wird nichts verschont Heinrich dem Schlächter wird nichts verschont Tod!
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Lust am Rande Keim der Schande Es haftet an mir Schleim und Schmutz Bin ganz darin gebadet In modrig Kleid fault ohne Schutz Moral der Gier geschadet Und kratz' ich auch an stinkend Schichten ölig Blut entspringt So find' ich warme Haut mitnichten, bleich mir nicht gelingt Ein Staubesnebel hüllt mich ein, es treiben Moorespflanzen Bewegungslos Kadaver mein durchbrechen sie wie Lanzen Gestank und Fäule, kein Kostüm mir Dieses Stück Dreck, das bin ich! Schäbig, klein, entstellt, ein Tier Ja, mit jeder Faser hässlich! Blut in Händen Frucht der Lenden Es zog aus warmem Schlund gekroch'nen Nadelstich in schimmlig Moos Den Mund gefüllt mit fremd Erbroch'nem Augen eitern fassungslos Und jene Untat füttert fortan ein krankes Leben Vom Gräuel tief erschüttert will sich ein Wunsch erheben Gedeiht in Dreck und Unrat, bald wirft ein kleines Licht Und ich erkenn' den Pfad, der endlich Linderung verspricht Gestank und Fäule, kein Kostüm mir Dieses Stück Dreck, das bin ich! Schäbig, klein, entstellt, ein Tier Ja, mit jeder Faser hässlich! (Hässlich, hässlich) Gestank und Fäule, kein Kostüm mir Dieses Stück Dreck, das bin ich! Schäbig, klein, entstellt, ein Tier Ja, mit jeder Faser– Gestank und Fäule, kein Kostüm mir Dieses Stück Dreck, das bin ich! Schäbig, klein, entstellt, ein Tier Ja, mit jeder Faser– Schäbig, klein, entstellt, ein Tier, mit jeder Faser hässlich Schäbig, klein, entstellt, ein Tier, mit jeder Faser hässlich Schäbig, klein, entstellt, ein Tier, mit jeder Faser hässlich Schäbig, klein, entstellt, ein Tier, mit jeder Faser flehe ich um Erlösung
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Bleiern liegen im Innern mir Der rastlos zehrend Würmer vier Im Düsterkleid der jungen Nacht Das Tor zum Herz kein Strahl bewacht Ungewissheit umwindet erstickend Angst fraß sich so tief in die Brust Legte Eier und Panik entschlüpfte Zweifel flüstert von Tränen und Lust Oh, ich spüre ihr Nagen und Wühlen Nahmen gefräßig der Seele die Sicht Verschlingen gierig mein Denken und Fühlen Entziehen trinkend dem Opfer das Licht (Meinem Selbst) Das Gewürm verdichtet sich kreischend Nach Schmerzensglut nun mein Inn'res gefriert Im Zwielicht gräbt es in Schatten und Schemen Vergangenheit körperlos an Gestalt verliert Oh, ach könnt ich es fassen, erwürgen Die Krallen brechen, die mich martern und pfählen Doch trägt dies Wesen des Nebels Gewand Überwintert hinter Lügen die Zeit mich zu quälen Mir bleibt bloß Warten ob das Licht mich erhört Bewegungslos in diesen fleischlichen Mauern Viel zu lang von falscher Hoffnung beschwor'n Muss ich den Sommer überdauern (Mir ist kalt)
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Hereinspaziert in die Menagerie ihr stolzen Herrn, ihr lebenslust'gen Frau'n Mit heißer Wollust und mit kaltem Grauen die unbeseelte Kreatur zu schauen Gebändigt durch das menschliche Genie Seht die bunten Wagen fahren auf die Wiesen vor der Stadt Mit vielen Tieren und Artisten, er uns was zu bieten hat Narren und Dompteure und ein Kerl, der Feuer schlucken kann Und ein fetter Mann mit Schnauzbart preist uns seinen Zirkus an Große Zelte werden errichtet Käfige werden aufgestellt Drin ein Mann mit kahlem Kopf ein'n Löwen an der Leine hält Ihn mit Peitschenhieben lehret, durch ein'n Flammenring zu springen Und vom Lager Geige und Akkordeon frivol erklingen Seht die Wagen, seht die Tiere Die Roma schlagen die Zelte auf Seiltänzer und Fakire Leute, kommt zuhauf Am Rand ein dunkelblaues Zelt, das unheimlich und düster wirkt „Der große Papin“, dort die Aufschrift auf dem gold'nen Schild verziert Ich trete ein, die Bühne leer, doch plötzlich Knall und weißer Rauch Und in den Schwaden aus dem Nichts, ein schwarz gewandet Mann auftaucht 'ne Freiwillige im Publikum sich für ihn in 'ne Kiste legt Man sagt uns, ohne ihr zu schaden, man sie vor uns in zwei Teile sägt Der Säbel fällt, die Frau schreit auf, sie mit dem letzten Atem rang Papins Augen weiten sich, das Kunststück ist wohl schiefgegangen Seht die Lichter, seht die Farben Zu kommen ich mich recht entschied Seht die Spielleut' auf den Wagen Lauschet ihrem Lied Ein Käfig voll mit Stroh und einer Menschentraube dicht umdrängt Drin ein hässlich Kind von Spott und Hass des Pöbels stark bedrängt „Wie widerlich, wie halbverwest!“, ein Mann ihn mit 'nem Stein bewirft Der diesen fängt und wirft zurück, ihn tödlich an der Schläfe trifft Seht die Roma, stark und fleißig Die Wiese schon bald leer und kahl Ich komme wieder, ja, das weiß ich Bis zum nächsten Mal (Hey)
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Vergiss den Traum vom tieferen Sinne, dem Dasein zugedacht Lass sein die Suche und entrinne dem Joch, dich sehnend gemacht Jedes höhere Ziel ist mir gar zu viel entsprung'ne Fantasterei Fiebrig Illusion der Wahn von Million'n, lass zieh'n derlei Tand und sei frei Verschwend doch dein Geld nicht auf langer Reise für Bildung, Kultur oder Kunst Wie viele haben schon auf diese Weise voll Vernunft sich das Leben verhunzt? Die Moral über Bord, jedes mahnende Wort schadet deinem irdischen Wohl Bist ein ganz freier Mann, ist dein Heil sodann käufliche Liebe und Alkohol Und so taumel' ich zwischen meinen Begierden Ein Leben Paradies Und so taumel' ich von Begierde zu Begierde Bis hin zu Todes Grimm Verlies Ha, also bitte Was soll ich denn mit Huren? Damit hab' ich nichts zu schaffen Hinter mir sind die Frauen doch her Mag sein doch bedenke die weiblichen Waffen, denn mehr als 'ne Affär' ist prekär Erst Blumen dann Ringe nebst viel' schöner Dinge, was folgt ist ein Gutshaus am Meer Dazu Diener und Tiere der Drecksblagen viere, professioneller Verkehr ist weit günstiger Alkohol? Ne, ne, ne, ne, ne, ohne mich Ich trink' doch kein Gift Ich hab' auch so meinen Spaß Ist ja toll, doch ich geh' lieber auf Nummer sicher mit dem Launegarant aus dem Glas Nach dem Gaumengenuss ist noch lange nicht Schluss, welch Kurzweil der Nacht innewohnt Spuckst du auch 'ne Lawine in die Latrine, hat es sich dennoch gelohnt Und so taumel' ich zwischen meinen Begierden Ein Leben Paradies Und so taumel' ich von Begierde zu Begierde Bis hin zu Todes Grimm Verlies Schwelgend im Rausch der Genusssymbiose, meinem Weg von Flasche und Frau Gibt es weder Verpflichtung noch Metarmophose, der Konsum reguliert sich genau Schlägt die Liebe mal zu, löst der Schnaps das im Nu Und nach drei Flaschen Gin (Drei Flaschen Gin) ist die Manneskraft hin Ey, ich schwör's Süße, das ist mir noch nie passiert! Und so taumel' ich zwischen meinen Begierden Ein Leben Paradies Und so taumel' ich von Begierde zu Begierde Bis hin zu Todes Grimm Und so taumel' ich (Zwischen meinen Begierden) Ein Leben Paradies Und so taumel' ich (Von Begierde zu Begierde) Bis hin zu Todes Grimm Verlies
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Dort auf den Straßen steht das Volk, es harret starr und staunet Stumm erklingt aus trock'ner Kehl' ein Wort von Angst geraunet Vom Berg hinab das Feuer kriecht, voll Menschenhass und Grimme Und wie die Lohe näher kommt, erhebt sich eine Stimme Ja, ich weiß, woher ich stamme Ungesättigt gleich der Flamme Glühe und verzehr' ich mich Glühe und verzehr' ich mich Aus dunklen Klüften springt hervor, der Lava gleißend Licht Entzündet einen alten Greis, dass wissend er nun spricht Andächtig zieht er zum Markt, sich an den Pöbel wendet Mit fremder Stimme kündet er, das Licht des Wissens spendet Ja, ich weiß, woher ich stamme Ungesättigt gleich der Flamme Glühe und verzehr' ich mich Glühe und verzehr' ich mich Hörig ihr der Engelssprache, die in falschen Büchern steht Ja, mein' Herzensglut sinnt böse Rache, fremder Zungen Nachtgebet Horcht und brennt zu Asche, ohne Wortsinn und Verstand Denn Tag und Nacht ihr werdet lauschen nach den Stimmen aus der Wand Dies also sprach der fremde Mann, verging zu Rauch und schwand Bald war sein Wort verhallet schon, erhört im ganzen Land So pries er redsam allen Leuten den Weg hinaus zum Licht Doch auf den Straßen steht das Volk, steht dort und versteht ihn nicht Ja, ich weiß, woher ich stamme Ungesättigt gleich der Flamme Glühe und verzehr' ich mich Glühe und verzehr' ich mich Licht wird alles, was ich fasse Kohle alles, was ich lasse Flamme bin ich sicherlich Flamme bin ich sicherlich
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
Vom Podest aus seh' ich euch dort voll Erwartung steh'n Kann unverhohl'ne Gier nach Blut in euren Blicken seh'n Als Verbrecher soll ich hängen, soll bezahl'n für meine Tat Und ihr schreit mir euren Hass entgegen Heute werd' ich fliegen, der Galgenvogel sein Werd' mich sanft im Winde wiegen (Hey), von euch befrei'n Der Henker legt mir ungestüm die Flügel ums Genick So fliege ich vor euch davon, getragen von dem Strick Plünderei und Diebstahl, erstochen und erstickt Manche meiner Missetaten kamen nie ans Licht Überfall und Raubmord malten mein Gesicht Auf Gesuche landesweit, nur fingen sie mich nicht Doch die Reize einer Frau ließen meine Vorsicht fahren Und sie fanden mich noch auf ihr liegend Drum werd' ich heut fliegen, der Galgenvogel sein Werd' mich sanft im Winde wiegen (Hey), von euch befrei'n Der Henker legt mir ungestüm die Flügel ums Genick So fliege ich vor euch davon, getragen von dem Strick Des Henkers Hand umgreift den Schaft Die Falltür kracht der Strick sich strafft Die Schaulust wurd' gesättigt, doch satt seid ihr nicht lang Schon morgen fliegt der nächste Tor empor an seinem Strang Heut bin ich geflogen als Galgenvogel frei Wurde sanft im Wind gewogen (Hey), nun bin ich frei Gespannt sind meine Schwingen, gen Himmel fällt mein Blick So fliege ich vor euch davon, getragen von dem Strick
Submitted by Lake of Tears — Feb 14, 2026
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