Weena Morloch
Album • 2011
Zuerst war da ein starkes Rauschen In meinem Kopf, das grelle Neonlicht Zerschnitt die Lider, die Pupillen Ich erkannte die Umgebung nicht. Das Messer schmierte rotes Wasser Auf meine Brust wie Butter auf das Brot Vier Stiche, sieben Zentimeter, ich hörte: "Baader und Ensslin sind tot." Einigkeit und Recht und Freiheit Danach lasst uns alle streben Deutschland, Deutschland über alles Ich will Deutschland überleben. Einigkeit und Recht und Freiheit Sind des Mörders Unterpfand Blüh' im Glanze meines Blutes Blühe, deutsches Vaterland. Mit jeder Faser uns'rer Körper Spürten wir, dass man uns richten will Man wollte uns im Keim ersticken Die Maschine Staat schrie laut und schrill In meiner Rippe eine Kerbe In meinen Lungen stieg die Flüssigkeit Vier Stiche, sieben Zentimeter, ich spürte: Baader und Ensslin sind nicht weit...
Submitted by The Void — Apr 26, 2025
Ich frage mich seit vielen Jahren Warum ich nicht mehr traurig werde Ich fühle mich verloren Verlassen auf verbrannter Erde. Ich kenne keine Reue mehr Mir schwindet die Geduld Ich sehe mich als Opferlamm Nein, mich trifft keine Schuld. Kaputt! Kaputt! Ich bin ka-ka-kaputt! Ich frage mich seit Ewigkeiten Warum ich nicht mehr lächeln kann Dabei sah ich mich manches Mal In einem großen Spiegel an. Wenn meine Blicke töten könnten Ich wäre längst an mir gestorben Ich hätte mich selbst tot geglotzt Ich habe mich mir selbst verdorben. Rede nicht von Sonnenschein Sonst schlag ich dir den Schädel ein. Meine Augen weinen Blei Mein rechter, rechter Platz wird frei. Sprich bloß nicht vom Glücklichsein Sonst hörst du bald die Engelein Das Leben ist mir einerlei Ich wünsche mir den Tod herbei.
Submitted by SerpentEve — Apr 26, 2025
Wenn ich einmal groß bin Werde ich die Welt regieren Dann will ich, dass alle Menschen Machen, was ich ihnen sage Ich will, dass sie mich fürchten Mich verehren, respektieren Und ich dulde keinen Widerspruch Kein Jammern, keine Klage. Ene-mene-miste, es rappelt in der Kiste Ene-mene-meck, oh Schreck, oh Schreck! Ene-mene-miste, Du stehst auf meiner Liste Ene-mene-meck, und Du bist weg. Wenn ich einmal groß bin Dann verteile ich Pistolen Und ich will, dass sich die Kinder Damit in die Köpfe schießen Alle sollen sterben Denn befohlen ist befohlen Auf den Straßen soll ihr Blut Wie Wasser in den Rinnstein fließen. Wenn ich einmal groß bin Werde ich die Bombe bauen Die Euch alle in den Himmel schickt Ich lehre Euch das Beten Ihr sollt Eure Hände falten Und in meine Augen schauen Und mich bitten, Euch noch Gnadenloser ins Gesicht zu treten.
Submitted by Cyberwaste — Apr 26, 2025
Wir sind die Augen auf dem Wind, den Bäumen, geleitet von Träumen. Wir sind die Finger auf den roten Steinen, die Spalten vereinen. Marsch, vorwärts, marsch, voran! Haltet mit vereinten Kräften, diesen Zug aus weißen Särgen an! Marsch, vorwärts, schlagt Alarm! In den Fässern schlägt die Pest, in jedem lauert ein Hornissenschwarm! Marsch, vorwärts, stoppt das Eisen! Wir sind die gelbe Sonne, ihr müsst sie in ihre Schranken weisen! Marsch, vorwärts, Hand in Hand! Klettert auf die Barikaden, schlagt zurück und leistet Widerstand! Wir sind die Zungen die sich nie verneinigen, verbeugen und schweigen. Wir sind die Ohren der zigtausendfachen, die wissen und wachen. Marsch, vorwärts, marsch, voran! Haltet mit vereinten Kräften, diesen Zug aus weißen Särgen an! Marsch, vorwärts, schlagt Alarm! In den Fässern schlägt die Pest, in jedem lauert ein Hornissenschwarm! Marsch, vorwärts, stoppt das Eisen! Wir sind die gelbe Sonne, ihr müsst sie in ihre Schranken weisen! Marsch, vorwärts, Hand in Hand! Klettert auf die Barikaden, schlagt zurück und leistet Widerstand! Marsch, vorwärts, marsch, voran! Haltet mit vereinten Kräften, diesen Zug aus weißen Särgen an! Marsch, vorwärts, schlagt Alarm! In den Fässern schlägt die Pest, in jedem lauert ein Hornissenschwarm! Marsch, vorwärts, stoppt das Eisen! Wir sind die gelbe Sonne, ihr müsst sie in ihre Schranken weisen! Marsch, vorwärts, Hand in Hand! Klettert auf die Barikaden, schlagt zurück und leistet Widerstand! Marsch, vorwärts, marsch, voran! Links, Zwo, Drei, Vier! Links, Zwo, Drei, Vier! Marsch, vorwärts, marsch, voran! Links, Zwo, Drei, Vier! Links, Zwo, Drei, Vier! Marsch, vorwärts, marsch, voran! Links, Zwo, Drei, Vier! Links, Zwo, Drei, Vier! Marsch, vorwärts, marsch, voran! Links, Zwo, Drei, Vier! Links, Zwo, Drei, Vier!
Submitted by NecroGod — Apr 26, 2025
Die Welt ist sagenhaft, wenn man nicht an sie denkt, Sich auf die Straße, nicht den Wegesrand beschränkt Und als Kind die Träume an den Nagel hängt wie alte Jacken. Man geht tagtäglich zu der selben Zeit vor's Haus, Kennt sich an aller Herren Länder Strände aus, Plant die Zukunft mathematisch im Voraus, die Angst im Nacken: Ist dies mein Leben, bleibt es so, vielleicht für immer? Kommt Zeit, kommt Rat: Kommt Attentat. Die Jahre zieh'n vorbei, ich kann nicht länger warten. An manchen Tagen denkt man wie ein Kommunist, Schwingt Reden wie ein domestizierter Faschist, Handelt selbstlos wie ein Opportunist mit Identitäten Das Fernsehen weiß am besten, was Du wirklich willst, Das Radio, wie Du Deine Sucht nach Leben stillst Jeden Abend sagt der Mensch in Dir: "Dein Glück wird sich verspäten" Jenseits des Tellerrands erstrahlt ein blasser Schimmer Die Uhr tickt weiter, glaubt mir: Ja, es wird noch viel schlimmer. Kommt Zeit, kommt Rat: Kommt Attentat. Ich will mich selbst und andere nicht länger verraten. Kommt Zeit, kommt Rat: Kommt Attentat. Steck' Deine Feigheit ein, auf Worte folgen Taten. Ist Deine Seele filmreif, würdest Du zu Dir ins Kino gehen? Wenn Du in den Himmel blickst, kannst Du überhaupt noch Sterne sehen? Und wieviel Zeit vergeudest Du, weil Du Dich an Deine Grenzen krallst, Statt dass Du Deine Leidenschaft in zwei verliebte Fäuste ballst Und die Schläge Deiner Sehnsucht nicht länger parierst, Damit Du endlich die Kontrolle über Dich und Deinen Traum verlierst Kommt Zeit, kommt Rat: Kommt Attentat. Ich will mich selbst und andere nicht länger verraten. Kommt Zeit, kommt Rat: Kommt Attentat. Steck' Deine Feigheit ein, auf Worte folgen Taten. Kommt Zeit, kommt Rat.
Submitted by The Void — Apr 26, 2025
Von hier, von ganz weit unten Sieht der Mond lebendig aus, Er lacht lauter als die Sonne, Nacht für Nacht, jahrein, jahraus Und die Fische, deren Schuppen Sterne in das Wasser malen Balancieren wie auf Seilen, Tanzen auf trüben Strahlen. Von hier, von meinem Bettchen aus, Da lausche ich dem Regen, Höre wie sich all die Tropfen Auf die Haut des Sees legen, Ich verzaubere den Sand Und lasse ihn wie Wolken schweben Nur hier unten kann ich fliegen, Nur hier unten kann ich dir vergeben. Lalala, Lalala, Lalala, Lalala, Lalala Lalala, Lalala, Lalala
Submitted by johnmansley — Apr 26, 2025
Die Uhr schlägt zwölf, um Mitternacht Schleichst Du aus Deinem Haus, Du suchst nach einem Tanzclub, Einer zuckersüßen Diskomaus, Du willst kein braves Mädchen, Keine kleine Miss Rühr'-mich-nicht-an, Ein Mann wie Du braucht einen Schlanken Hals, in den er beißen kann. Zahngeschwader, saug' an meiner Halsschlagader! Vampir, auf Deinen Lippen, Diner Zunge brennt die Gier, Die Dunkelheit erweckt in Dir ein wildes Tier, Du suchst die große Liebe, willst sie jetzt und hier, Oh Disko, Disko, Disko! Dies ist die Nacht der Nächte, Du bist schärfer als der Beat, Dein Kätzchen schreit nach Futter, Es hat riesengroßen Appetit, Du brauchst kein kleines Bübchen, Du hast Lust auf einen Mann, Eine Erdbeer-Milchshake-Quelle, Die bis Sonnenaufgang sprudeln kann. Bis mein Frosch qua(r)kt, schneller, fester, Herzinfarkt! Vampir, auf Deinen Lippen, Deiner Zunge brennt die Gier, Die Dunkelheit erweckt in Dir ein wildes Tier, Du suchst die große Liebe, willst sie jetzt und hier, Oh Disko, Disko, Disko! Und eines späten Abends, Da wird es in Euch klicken, Ihr sollt auf einer Tanzfläche In Eure Augen blicken, Die Luft um Euch verbrennt, Ihr werdet aus der Disko fliegen Und bis in alle Ewigkeit In euren Armen liegen. Vampir, auf Deinen Lippen, Diner Zunge brennt die Gier, Die Dunkelheit erweckt in Dir ein wildes Tier, Du suchst die große Liebe, willst sie jetzt und hier, Oh Disko, Disko, Disko! Vampir, Du trinkst nie Kirschsaft, Keinen Sirup und kein Bier, Du willst nur feinstes Menschenlebenselixier, Nichts anderes als das Bereitet Dir Pläsier, Oh Disko-, Disko-, Disko-Vampir!
Submitted by SerpentEve — Apr 26, 2025
Dein Körper klebt an meinen Händen, Meine Arme, schwer wie Blei, Erheben sich um dieses Drama zu beenden, Das so unbeschreiblich schön begann. Aus und vorbei! Hast Du nicht gesagt, dass Du mich liebst Und für mich, wenn es darauf ankommt, Auch Dein Leben gibst? Ich habe nichts mehr zu verlieren, Nicht einmal mehr mein Gesicht. Versprochen ist nun mal versprochen Und wird nie gebrochen, Auch nicht, wenn Dein Herz zu mir In einer fremden Sprache spricht. Hast Du nicht gesagt, ich sei der letzte Mann, Dem Du so in die Augen siehst? Du blickst in Deinen Untergang! Wenn Du am Boden liegst Und vor dem Schicksal fliehst, Du Deinen scheiß Leib verbiegst: Dann nehme ich Dich beim Wort! Ja, Du hast geagt, dass Du mich liebst Und für mich, wenn es darauf ankommt, Auch Dein Leben gibst! Ja, Du hast gesagt, ich sei der letzte Mann, Dem Du so in die Augen siehst Und wortlos Deine Liebe zeigst, Wenn Du am Boden liegst und schweigst!
Submitted by Celtic Frost — Apr 26, 2025
Alles fing mit einer kleinen Kiste alter Bücher an, Die sie mir in mein Zimmer, Neben meine Puppen stellten, Auf diese kleine Kiste Folgten andere, viel größere, Gefüllt mit Politik, Gedichten, Weit entfernten Welten. Wenn sie es nicht bemerken, Einen guten Freund besuchen, Werfe ich ihn in die Tonne, Einen Lenin pro Tag, Ihre gottverdammten Bücher Sind zu ächten, zu verfluchen, Wenn sie ins Theater gehen, Brennt ein Lenin pro Tag. So ging es immer weiter, Auch für Truhen und Regale Voller Bücher sei im Rest Des Hauses einfach nirgends Platz. "Kenne deine Feinde!", Also schlug ich ein paar Bände auf, Ich hasste jedes Wort, die Zeilen, Jeden langen Satz. Wenn Mama stumm am Herd steht Und mein Papa in die Röhre schaut, Vergrabe ich im Garten Einen Lenin pro Tag. Ich habe schnell gelernt, wie man Aus seinen Seiten Flieger baut, Jetzt fliegen sie davon, Zehntausend Lenin pro Tag. Fahr' zur Holle, Dostojewski, Brenne, Alexander Newski, Gogol leistet Widerstand, Mein Zimmer bleibt in Puppenhand! Tschechow, Tolstoi und auch Blok, Oh Bulgakow, mein Sündenbock, Selbst Puschkin wird hier nicht verschont, Wenn er mit mir ein Haus bewohnt. Wenn sie es nicht bemerken, Einen guten Freund besuchen, Werfe ich ihn in die Tonne, Einen Lenin pro Tag, Ihre gottverdammten Bücher Sind zu ächten, zu verfluchen, Wenn sie ins Theater gehen, Brennt ein Lenin pro Tag. Wenn Mama stumm am Herd steht Und mein Papa in die Röhre schaut, Vergrabe ich im Garten Einen Lenin pro Tag. Ich habe schnell gelernt, wie man Aus seinen Seiten Flieger baut, Jetzt fliegen sie davon, Zehntausend Lenin pro Tag.
Submitted by VladTheImpaler666 — Apr 26, 2025
Ich war niemals so lang, So lang wie mein Gewehr, Die Stiefel viel zu groß, der Mantel viel zu schwer, Ich wollte ganz nach vorn, Die erste Reihe schließen, Wollte auf den blonden Fritz, Die Deutschen schießen. Schreibt dem Vater, dass die Heimat Stolz auf meine Treue schwört, Mein Blut durchdrang die Erde, Damit nichts den großen Traum zerstört... Gegen den Faschismus, Für den Sozialismus, Meine Liebe gilt der Front, Ich balle mein Herz zur Faust. Bei jedem Angriff dachte Ich nur an das Eine, Schütze dein Gesicht, Die schönen, schlanken Beine, Mein Gebet blieb bis Zum letzten Schuss das gleiche: Lieber Gott, mach' mich zu einer schönen Leiche. Sagt der Mutter, dass die Zukunft Morgen wieder uns gehört, Ich starb, damit sie ewiglich Den Wind im Weizen rauschen hört... Gegen den Faschismus, Für den Sozialismus, Meine Liebe gilt der Front, Ich balle mein Herz zur Faust. Gegen Egoismus, Für den Kommunismus, Schneidet mir die Zöpfe ab, Ich balle mein Herz zu einer Faust. Gegen den Faschismus, Für den Sozialismus, Meine Liebe gilt der Front, Ich balle mein Herz zur Faust. Gegen Egoismus, Für den Kommunismus, Schneidet mir die Zöpfe ab, Ich balle mein Herz zu einer Faust. Gegen Egoismus, Für den Kommunismus, Schneidet mir die Zöpfe ab, Ich balle mein Herz zu einer Faust.
Submitted by VladTheImpaler666 — Apr 26, 2025
Und ich trage einen Kranz bis nach Emsdetten, Um ihn auf Sebastians Grab zu betten. Ich gedenke all der Täter, All der Opfer und Verräter. Und ich trage einen Kranz bis nach Emsdetten. Ich entzünde eine Kerze für die Toten. Die Reporter, Besserwisser, Hiobsboten, Die den Fehler erst erkennen Wenn sie vor der Kugel rennen. Ich entzünde eine Kerze für die Toten. Ja, ich beuge meine Knie vor Emsdetten. Niemand wird euch vor der Mitschuld je erretten. Und ich frage mich wann man in diesem Land endlich kapiert, Dass ein Kind so lange eines anderen Kinder massakriert, Wie man es in Schweigen kettet und ihm Ängste nicht erlaubt, Auf der Schulbank, im Zuhause das Gesicht, den Willen raubt. Und ich denke an die Mörder, an die Schlächter und Rassisten, An die Eltern, die Soldaten, an die Lehrer, Polizisten, An die Freunde, Direktoren, an die tausend tauben Ohren. Ich begreife, wenn du schwach bist, Hast du gegen sie verloren. Und ich trage meinen Kranz bis nach Emsdetten. Und ich trage meinen Kranz bis nach Emsdetten.
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