Wolfnacht
Album • 2020
"Ich gehe manchmal im rauhen Nächten Zur Wotanseiche in den stillen Hain, Mit dunkeln Mächten einen Bund zu flechten - Die Runen zaubert mir der Mondenschein. Und alle, die am Tage sich erfrechten, Sie werden vor der Zauberformel klein! Sie ziehen blank - doch statt den Strauß zu flechten, Erstarren sie zu Stalagmitgestein. So scheiden sich die Falschen von den Echten - Ich greife in das Fibelnest hinein Und gebe dann den Guten und Gerechten Mit meiner Formel Segen und Gedeihn."
Submitted by The Void — Apr 26, 2025
Auff silberumsponnener Sohle Da schreitet die dunkele Nacht Es flimmern und glänzen die Sterne In ihrer erhabenen Pracht. Das Monahorn in magischer Schöne Ergiesset den gleissenden Schein Auf Kräuter und Gräser und Blumen Und strahlet den Zauber hinein. Heilkräftige Pflanzen, sie spriessen Auf lieblicher Wiese im Tal Sie kochen in ihren Geweben Den blinkenden Mondenstrahl Da schreitet vom prächtigen Schlosse Frau Holda die gütige Fee Und sammelt die heilsamen Kräuter Für menschliches Leiden und Weh... Traumhaft zarte Faden winden Sich in Mondes bleichen Glanz Licht und Schatten mystisch finden Sich in buntem Wechseltanz. Blasses Blau in Gold verwoben Spielet mit dem grünen Schein Weiches Roth in Gelb gehoben Spiegelt in den Fluss hinein Silbernadeln blank und helle Blitzen von der Himmelsbahn - In das dunkle Wasser schnelle Taucht die lilienweise Rein... In der ganzen hohen Schöne Tritt der Mond vom Wald heraus Schüttet seine Lichtertöne Über alle Fluren aus. Über Erlebüsch und Waide Über Ritter Seyfried auch Rieselt Fullas Glanzgeschmeide Tausendfacher Zauberhauch. Fühlst Du, Seyfried, nicht das Leuchten Das vom Sternenmantel sprüht? Fühlst Du nicht Frau Holdens Nähe Deren Herz in Mitleid glüht? Und es netzen seine Lippen Sterngesegnet‘ Kräutersaft; Balde rieselt durch die Glieder Neuerwachte Lebenskraft. Dankvoll blicket er Frau Hulden In das Antlitz unverwandt Und - o Wunder! - Heisse Minne Ist in beider Herz entbrannt - Und sie bittet in dem Schlosse Seyfried ihre Pflege an. Riger löscht des Mondhorns Leuchte - Zauberstill die Nacht verrann.
Submitted by Nargaroth — Apr 26, 2025
Wo rauschende Eichen zum Wolkentross Anfragen vom felsigen Rücken Soll strahlend mein trauliches Sonnenschloss Die säumigen Fluren mir schmücken. Erhebe dich Folkwang; die Zinnen umweht Vom schaffendem raunenden Weben! Ihr Schatten ihr Bleichen: zur Helie vergeht! Zu Wolkenflugs Lichtalf - begeben! Ihr silbernen Wasser - auf Bergen verrannt - Wellmaiden sie mögen euch leiten! In Bogen des Himmels zur Erde gespannt Walkür ..., sie sollen dich schreiten! - In Goldglast umspinne es dich, Leuchte der Nacht! Ihr Sterne - nicht flüchtig Gehaben! Ihr Freuden der Jugend, ihr Lieder erwacht - Reicht - Bragi, Idun eure Gaben!... Herbei, ihr zwei Raben aus flammender Weit! Zu Udgard dir, Loki, die Schatten! - So halte den bräutlichen Einzug ich heut - So werbet sich Holda den Gatten! Es rauschen die Eichen zum Wolkentross, Auf Paltarbergs felsigen Rücken. In Purpur erstrahlet mein Sonneschloss - Nun müssen die Fluren dich schmücken! In Paltarberges Tiefe Ein Zauberschloss verschwand Bewacht von bösen Geistern: Die Quarze so benannt. Im Schlosse liege geborgen Der Ring Anwarananz Der findet Gold und Eisen Das niemand noch geschaut. Ein Trinkhorn ist daneben Das füllet sich allein Mit dem was man sich wünschet Mit Met und Baljowein. Und wer aus diesem Horne Ein Einzigmal nur trank Den fliesset von den Lippen Unsterblicher Gesang. Und wer ein Zweitesmale Erhascht von diesem Trunk, Dem nahet nie das Alter - Er bleibet ewig jung. Und wer ein Drittesmale Vom Horn den Trunk gemacht Den tragen Himmelsmaiden Als Helden aus der Schlacht. Die Quarze aber hüten Das Schloss und ihren Schatz, Und Niemand weiss die Stelle Und Niemand weiss den Platz. Doch wer am Paltarberge Sich wagt in rauher Nacht Dem leuchtet eine Flamme In dunkler Mitternacht. Und hat er nie gelogen Seit er als Kind begann, Den schützen lichte Alfen - Der bricht den Zauberbann! Noch niemand hats gewaget; Der Schatz, er liegt noch dort; Wer nicht die Prob erfüllet Versinkt an jenem Ort... So raunen es die Eschen Zur Abendfeierstund, So singet es ganz heimlich Des Volkes Liedermund. Der Schatz, er bleibt versunken Und auch das Zauberschloss. Nur fromme Wahrheit hebet Sie aus der Erde Schoss!
Submitted by NecroLord — Apr 26, 2025
Auf traumhaft funkelndem Grunde Ein herrliches Feenschloss sich hebt Azurblauen Himmels umflossen Und rosigem Wölkchen umwebt - Die Wände aus Bernsteingeflimmer Sind durchsichtig goldener Pracht, Die Wölbung gleicht Meerleuchtens Wunder Bei mondhellem Weben der Nacht; Adamanten erglänzen die Treppen Die Stoffe sind Blumengewand, Die Gänge aus köstlichen Perlen Auf leuchtende Strahlen gebannt. Süss wehen die magischen Düfte Ins Dämmern der Gärten hinein, Und Töne, sie tragen die Wonne Auf Schwingen von Bragi herein; Es rinnen die silbernen Wasser In Schalen von klarem Krystall, Die Früchte - sie glänzen und gleissen - Wie Funken aus Surtur = Metall; Die Mägde und Diener sind Alfen Des Lichtes in Zindel und Glast, Und einziger Freuden Gefilde Ist Huldens Regentenpalast Vier liebliche Kinder umgeben Die Eltern mit fröhlichem Spiel So webet die Liebe Gewinde Von ewig unendlichem Ziel. Kein Manen vergangener Zeiten Kennt Seyfried mit quälendem Leid; Wer Liebe von Hulden erworben Ist glücklich in Ewigkeit! Lichte Alfen reiten fröhlich Auf den Wolkenrossen hin, Die in Flammenglut gebadet Auf dem Himmelsbogen ziehn. Und sie rannen eine Weise Sinnend und geheimnisvoll, Wie die Erde Glanz umflossen Sich vor Dunkel schützen soll. Dunkel lauert unheilbrütend Immer mit dem bösen Leid Und es fällt was Gross und Herrlich Unter Dunkels Grausamkeit. Wotan hat vier edle Söhne; Paltar - weise, schön und mild - Ist des Sonnenlichtes Zierde Und der Reinheit hehres Bild. Donar grollt in Luft und Wolken Grimmig zuckt sein Wetterstrahl Zio schwinget grausam zürnend Frisch zum Kampfe seinen Stahl Und die lichten Alfen bangen; In der Zukunft Sorgenpein Kann nur Fro, der Freudenspender, Unser aller Retter sein! - Sieh, es fallen Alfentränen Auf dem Strauch von Rosmarin Und Morgentaue zitternd, Duftig seine Keiser blühn. Und es nahen sich die Menschen Schmücken mit den Zweigentrank Zu der Freuden reinste Wonne: Bräutigam und Braut . Und die Alfen leuchten seelig Mag die Welt zu Kampfe gehen Fro macht, was in Tod erstarret, Alles wieder neu ersteht!
Submitted by Immortal — Apr 26, 2025
Von Asgards Toren brechet heran Das allgewaltige Stürmen, Und treibet mit Wetterstrahl, Donnergegroll Der Wolken gigantische Massen. Der Eichen Gewipfel am Königsstuhl Erfüllet ein Rauschen und Brausen Und grimmig herab von der Bergeshöh Pfeift Donar sein rasselndes Liedchen. Ganz leise schwankt flimmernd es hin und her - Geborgen am uralten Stamme - Das trauliche Lichtlein vom Heiligtum Am Fusse des zornigen Berges. Hoch raget das Kreuz in den grünen Dom Und kundet Erlösung der Liebe Von Leiden und Schmerzen nach Weltenharm Zu Troste der gläubigen Menschen. - Zu Füssen des Bildes; da murmelt leis‘ Das wunderthätige Brünnlein Als wollt es lobpreisen des Schöpfers Macht, Der gnädiglich schützet das Gute - . Wie Utgard frohlocken verloren hin Braust Norden und Westen das Stürmen Und rüttelt am nebelverschlossenen Tor, Von Bifrost gewaltigem Bogen. - Und heulend fährts nieder vom Königsstuhl Es ächzen und biegen die Bäume, Die Eigner der Mühle im Tale. - So halten am Berge die Asen Gericht Voll Ernstem, Geheimsten der Dinge. - Da brechet in zornigem Wüten der Nacht Nun Loki mit Rasen die Schluchten. Es stürzen die Wasser wildschäumend zu Tal Die Nebel sie wallen und winken Gleich Riesen zum Himmel, gespensterhaft gross Und krachend zerbersten die Felsen. - Allmahlig verbrauset rauhnächtiger Klage, Und ruhigt der Bösen Gewalten. Bald ferner- aus weiter Ferne nur mehr - Zuckt Asators wuchtige Keule Es leuchten die Sternlein an himmlischen Tor Hell funkelt die Iringstrasse Und Wellenmaiden singen ihr Lied Im Gischte der schäumenden Fluten. – Nun bleichet von Osten ein seltsamer Strahl; In purpurfeurigen Gluten Licht glänzend der sonnige Wagen herauf Und schüttelt die goldenen Felgen So bricht er frohlockend sich leuchtend die Bahn Es jubeln die Felder und Fluren Und leise hebt Beten die dankbare Brust: Nun preiset den Schöpfer der Erde! Am Königstuhl aber erheben sich stark Zu weiten gewaltigem Fluge Der Sonne entgegen und Runenerfüllt Zwei Raben aus schweigsamen Haine
Submitted by Pestilence — Apr 26, 2025
Zu neuem frohen Leben ist die Natur erwacht Der Sonnenwagen leuchtet in seiner stolzen Pracht Es blühen rings die Blumen in seinem warmen Strahl Und Frühlingswonne atmet im schönen Tajatal Das Werben, Jubilieren erfüllt den grünen Tann, Nun freuet Euch, Ihr alle; nun fängt die Hochzeit an. Die Wellenmaiden schaukeln sich auf der kühlen Flut Es schimmert eine Perle, die in der Tiefe ruht - - - Aus Tajafluten hebet ein leiser süsser Sang Wie übermutig sprudeln, und bald leise Spähren Klang Wotan schlief am Wolkenberge Hat, im Kampf gerungen Mit den Riesen Reif und Eis Hat sie bald bezwungen. Emsig späht die Wächterschaar Aus den lichten Räumen Surturs Flammenschwert loht Drohend ohne säumen. Sieh! Die Wolken senken sich Auf die Erde nieder, Hüllen in ein grau Gespinnst Ihre starren Glieder Und der Vollmond flutet hin Über Wald und Fluren; Ei wie lösche sein Zauberblühn Winters grimme Spuren! Mutter Freya lächelt hold, Ihrer Wonnen laben Wuodan, der vom Kampfe matt - Zaubersüsse Gaben. Und in weiter schöner Welt Wachsen alte Samen; Mutter Freya schmücket sich Mit dem Brisingamen.
Submitted by Lake of Tears — Apr 26, 2025
Oh herrlich schönes Tajaland ! Noch breiten sich vor meinem Blick Der Ährenwogen reife Pracht, Die grünen Hügel duftumweht, - Die sanften Hänge, wo der Wein Im Sonnenglanze prächtig reift Und Kirsche wie der Nussbaum auch Der Gaben Überfülle wart Noch sieht mein Auge, tiefgefurcht Ins altersgraue Urgestein - Das seltsam stille Tajathal, Bald wild zerrissen, steil und hoch - Bald sanft und breit, im Schilf verträumt... Es raget manches stolze Schloss Auf steilem Fels zum Firmament Und viel Ruinen spiegeln sich In heller, klarer Wasserflut; Die Wälder aber, herrlich gross - Sie rauschen gar geheimnisvoll Von manchem alten Heldengrab Ins Dunkel zu den Ufern hin Gebannet - schlichter Weggesell Bist du in diesem eigen Wehn! Ein Raunen ziehet rings umher Vom Fluss und Walde - Berg und Tal; Mit asenhaftem Geistersang Hörst du das alte Erdenlied Vom Kommen - Werden - und Vergehen . Die Lehre solcher Meisterschaft Durchbebt der Seele Heiligtum, Und allen Sinnen offenbart Sich eine seltsam Wundermär. Aus Nebeln der Vergangenheit Webt stumm ein bleicher Reigen sich Bis in die helle Gegenwart. Da kommen sie, aus finstrer Nacht - Der Zwerge Urvolk, - bös und scheu; Die Schätze in der Erde Schoss An Steinen, Erz und köstlich Gut Ward ihrem Walten anvertraut, Als Feinde hellen Sonnenlichts Gebannt, verstossen und gefehmt Erlitten sie wol grosse Not. Und and‘re Schemen reihen sich; Gestalten, reckenhafter Art - Gehüllt in Tierfell, Speer und Schild In starker kampfesfroher Hand, Und ihre Haare manneskraft Von keinem Sklavenschnitt berührt; Das Methorn reicht die edle Frau Mit züchtiglich gesenktem Blick Dem wandermüden Ehrengast. Die Knaben, trotzig proben sie Die junge Kraft an Speer und Axt. Und immer wandelt sich das Bild, Wird reicher, wol verderbter auch. Da kommen sie, des Volkes Zier - In blanker Rüstung, hoch zu Ross, Mit Kreuz und Wappen wohlgeschmückt Und Adlerblick im Stahlvisier. Dazwischen webt die Phantasie Der Hagedisen, Elben Schaar, Und Neck und Greif und Schwanewit - Sie gleiten schattenhaft dahin Gleich holdem Sang der Kinderzeit... Schier endlos lange ist der Zug Bis in die lichte Gegenwart! Durchs Ganze aber - heilig schön - Lebt - Minnengunst in Baldurslust - Die heisse Liebe - und - die Schuld. - Wo Liebe, ist die Schwester auch, Das tiefe, tiefe Sorgenleid; Was wäre heisse Liebe doch Stünd Schwester Sorge nicht dabei? So ist das Sinnen menschenhaft In stetem reichen Wechselspiel Und selbstvergessen dieser Welt. Da nahet sich auf leichtem Fuss Ein wunderlieblich Zauberspiel; Es schwebt heran - im tiefen Blick Ein Leuchten gleich dem Sonnenstrahl Und Wonne lacht der Rosenmund Ich zage erst - ein Schauern ist’s - Da lasst sie mich, die Wunderkraft; - Die Leyer her! - So klinge denn Dir Tajaland mein stolzes Lied, Dir, altberühmt Tajastadt! So töne denn mein freier Sang Mit holder Sage Zauberweis; Ein Sträusslein mehr in jenem Kranz Den Märchenzauber um dich flieht In Wandellust und Wandelleid. - Mir aber, deinem schlichten Gast Bewahre gütig deine Gunst, Wie er entschwundner Jugendlust Mit dir gar inniglich verwebt!
Submitted by Celtic Frost — Apr 26, 2025
Oft mußt du dich allein und einsam fühlen, wenn du der Sendung denkt, die dir obliegt. Weit über jedes Maß hast du gesiegt und steht als Seher noch vor großen Zielen. Wir können deine Höhe nie erreichen, nur wandern können wir auf deinem Pfad, und unter deiner Führung, deinem Rat lebt unser Banner mit dem Sonnenzeichen. Und jedes Wort, das du an uns gerichtet, und jeder Blick, den du an uns verschenkt, hat uns geläutert und hat uns gelenkt und unsere Lebensarbeit neu belichtet. Und solltest du einst nimmer sein, so wird dein Geist dich überragen - wird unsrer Kinder Schaffen fragen in eine neue Zeit hinein! Nicht nur an dein lebendig Wort ist deine reine Kraft gebunden, nun, da wir ihren Quell gefunden, ist sie des deutschen Volkes Hort. Durch sie sind wir erst aufgewacht aus stumpfen Brüten, dumpfen Sterben - Nun können wir nicht mehr verderben. Es brennt ein Licht uns in der Nacht!
Submitted by NecroGod — Apr 26, 2025
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